Alternative Antriebe

UPS will abgaslos klassische Reichweiten erzielen

| Redakteur: Bernd Maienschein

Prototyp der Brennstoffzelle, wie sie im UPS-Versuchsfahrzeug eingebaut sein wird, das im 3. Quartal 2017 auf die Straße geht.
Prototyp der Brennstoffzelle, wie sie im UPS-Versuchsfahrzeug eingebaut sein wird, das im 3. Quartal 2017 auf die Straße geht. (Bild: UPS)

Der US-amerikanische KEP-Marktführer UPS hat bekannt gegeben, den Prototyp eines Brennstoffzellen-Fahrzeugs mit größerer Reichweite in seiner Flotte der „rollenden Labore“ einzusetzen. Die Flotte besteht aus Fahrzeugen mit verschiedenen alternativen Antrieben und fortschrittlicher Technik, wie dieses Fuel Cell Electric Vehicle (FCEV).

UPS arbeitet dazu mit dem Energieministerium der Vereinigten Staaten und anderen Partnern zusammen, um den ersten Lieferwagen der Klasse 6 ohne Abgasemissionen zu konstruieren, der die gleiche Strecke zurücklegen kann beziehungsweise die gleiche Reichweite hat, wie UPS-Fahrzeuge mit konventionellem Kraftstoffantrieb.

Emissionsfreie Lkw haben kommerziellen Nutzen

Das Fahrzeug wird mit einer Brennstoffzellentechnologie an Bord ausgerüstet, die den Strom für den Antrieb erzeugt – im Gegensatz zu aus Brennstoffzellen bestehenden Hilfsstromaggregaten. Dieses Projekt ist ein wichtiger Schritt, um Flottenbetreibern und der sich entwickelnden FCEV-Lieferkette den kommerziellen Nutzen von emissionsfreien Lastwagen zu demonstrieren, heißt es von Seiten UPS.

Der erste FCEV-Prototyp wird im kalifornischen Sacramento eingesetzt. Dort wird UPS seine Konstruktions- und Kernleistungsanforderungen ab dem 3. Quartal 2017 durch Tests auf der Straße validieren. Die derzeitigen Projektpläne sehen vor, dass zusätzliche UPS-Zustellfahrzeuge, die mindestens 5000 Betriebsstunden geleistet haben, ausgewertet werden. Alle Fahrzeuge werden in Kalifornien eingesetzt, da dieser Bundesstaat laufend in emissionsfreien Transport sowie die Errichtung von Wasserstoff-Tankstellen investiert.

Batteriestrom versorgt Antriebsstrang

Jedes FCEV produziert Strom, der die Batterien kontinuierlich auflädt und dadurch zusätzliche Leistung und eine vergrößerte Reichweite von mehr als 200 km (125 Meilen) erreicht. UPS-Zustellfahrzeuge sind mit einer 32-kW-Brennstoffzelle ausgestattet, die mit einem 45-kWh-Batteriespeicher sowie einem 10-kg-Wasserstofftank verbunden ist. Der Antriebsstrang wird mit Batteriestrom betrieben. Im Gegensatz zu anderen Brennstoffzellen-Anwendungen wird dies den kompletten Arbeitszyklus des Lieferwagens, einschließlich Fahrten auf Autobahnen, abdecken, wie es heißt.

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