Montech

Produktion und Intralogistik optimieren

03.06.2008 | Redakteur: Jürgen Schreier

Mit der neuen Weiche können die selbstfahrenden Shuttles entweder von einer Fahrspur in einen Bypass oder weiter auf der Hauptspur geleitet werden.

Unternehmen, die ihre Produktion und Intralogistik optimieren und die Effizienz steigern wollen, setzen auf Montrac – ein sich selbst steuerndes Transportsystem des Schweizer Unternehmens Montech AG, das seine Produkte auf der Automatica 2008 (Halle A2; Stand 317) ausstellt.

Die sich ständig verändernden Märkte erfordern von Unternehmen flexible und innovative Prozesse. Beispielsweise werden Logistik- und Fertigungsprozesse kurzfristig geändert, sogar während des Produktionsprozesses - im Extremfall kundenspezifisch sogar bis auf Losgröße 1. In der Intralogistik müssen die Produkte müssen öfters unterschiedliche Wege fahren und diese Wege auch ständig ändern können.

Montrac steuert sich selbst

Die Chaos Technology von Montech ist eine neue Methode, um eine Montrac-Linie zu steuern. Durch sie wird die chaotische Produktion ohne externe Steuerung und ohne zusätzliche Kosten umgesetzt. Die Chaos Technology entkoppelt die Fahrstrecke – das Montrac-System – vom Prozess, in dem sie dafür sorgt, dass Schienen, Weichen und Shuttles sich selbst zur Lösung der logistischen Aufgabe organisieren.

Anhand eines Adresssystems kommunizieren die selbstfahrenden Shuttles via Infrarot mit der Fahrstrecke. Jeder Shuttle hat eine Produktzustandsbezogene Nummer, mit der der nächste Prozessschritt definiert ist und die die Fahrstrecke steuert.

Stoß- und erschütterungsfreier Transport

Die selbst fahrenden Shuttles werden mit einer Maximalleistung 3A bei 24 VDC versorgt. Sie fahren in einer Geschwindigkeit von 30 m/min auf Monoschienen über Tracs, Kurven mit Minimalradien von 280 mm, Weichen und Kreuzungen zu allen Bearbeitungsstationen. Die können auch hochempfindliche Produkte stoß- und erschütterungsfrei transportieren, denn ein im Shuttle integrierter optischer Sensor erkennt Hindernisse und bremst den Shuttle sanft ab.

Elektrisch betriebene Komponenten

Die Weichen und Kreuzungen sind elektrisch betrieben. Dadurch entfallen Pneumatikkomponenten und deren Anschlüsse. Die Stromspeisung erfolgt direkt über die Stromschienen, so dass das System keine oder nur eine geringe Verkabelung benötigt.

Neue Komponente: Tracswitch Arena

Mit der neuen Weiche können die selbstfahrenden Shuttles entweder von einer Fahrspur in einen Bypass oder weiter auf der Hauptspur geleitet werden. Mit nur einer Tracswitch Arena kann ein komplett geschlossener Bypass realisiert werden. Damit kann gegenüber der bisherigen Lösung, bei der zwei Tracswitch benötigt wurden, eine Weiche eingespart werden. Dadurch reduzieren sich die Entscheidungspunkte bei einer Fahrstrecke und damit auch der Überwachungsaufwand.

Montech AG auf der Automatica 2008: Halle A2; Stand 317

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