Etikettiersysteme

Auf die Etiketten kommt es an

22.09.2010 | Autor / Redakteur: Bernd Maienschein / Bernd Maienschein

Faprogi-Projektingenieurin Florence Muh: „Faprogi konnte von der schnellsten Installation einer Nachverfolgungs-Anwendung innerhalb von LOréal profitieren.“Bild: Faprogi

Komplette Etikettiersysteme zur Kennzeichnung, Identifizierung und Nachverfolgung von Produkten erfahren insbesondere aus logistischer Sicht eine immer größere Beachtung. Beim Umgang mit Etiketten kommt es auf die kostenreduzierende Vereinfachung und Automatisierung der entscheidenden Produktionsschritte an.

Um Produkte der Konsumgüter- oder der Investitionsgüter-Industrie zu vertretbaren Kosten „an den Mann“ zu bringen, geht es nicht nur um raffinierte Produktionsprozesse. Vielmehr spielt die nachgelagerte Verteilung eine immer wichtigere Rolle. Wie schaffen es Produzenten, ihre Waren zuverlässig und rationell an den Endkunden zu bringen? Wie kann gewährleistet werden, dass beispielsweise bei einer Rückrufaktion aufgrund eines Produktionsfehlers oder gar krimineller Handlungen keine existenzgefährdende Situationen erwachsen?

Etiketten kommen in der Auto-ID-Welt an

Hier setzt die Welt der Auto-ID an: Die automatische Identifikation (Auto-ID) von Produkten durch 1D- und 2D-Barcode-Technik oder Radiofrequenz-Identifikation (RFID) ist Grundvoraussetzung und Helfer beim effizienten Umgang mit Produkten im Lager- und Verteil- beziehungsweise Rücknahmeprozess. Eine Reihe von Anbietern tummelt sich mittlerweile auf dem Etikettenmarkt. Der Trend geht dabei hin zu Komplettsystemen, wie der Near-Edge-Thermotransfer-Drucktechnik von Avery Dennison.

Durch sie wird, wie es heißt, „eine optimale Beständigkeit und eine hervorragende Lesbarkeit der Barcodes gewährleistet“. Um den Bedingungen am Konsumgütermarkt gerecht zu werden und seine Kartons einfacher nachverfolgen zu können, wählte beispielsweise L’Oréal die Einführung eines Kennzeichnungssystems mit Batch-Nummernerkennung und schlankem IT-Tracking für das Werk von Faprogi. Auf dem 20000 m2 großen Werksgelände werden Shampoos, Pflegespülungen und Duschgels für die Marken L’Oréal, Garnier und Lascad hergestellt.

Etiketten werden direkt in der Verpackungslinie aufgebracht

Innerhalb von nur dreieinhalb Monaten hat Avery Dennison eine effektive, schnelle Lösung in Near-Edge-Technik zur Produktidentifikation und -kennzeichnung für die Logistik eingerichtet. Mit dem Druck- und Spendesystem ALX 270 werden die Logistiketiketten mit variablen Daten direkt in der Verpackungslinie seitlich auf den Kartons angebracht. Damit bietet Avery Dennison ein komplettes System an – einschließlich der benötigten Hardware, Verbrauchsmaterialien und der Softwareintegration.

„Dank der Erfahrung und Fachkenntnis des Technikerteams von Avery Dennison konnte Faprogi von der schnellsten Installation einer Anwendung zur logistischen Nachverfolgung innerhalb von L’Oréal profitieren: In dreieinhalb Monaten wurden 23 Komplettlösungen installiert“, erklärt Florence Muh, Projektingenieurin des zur L’Oréal-Gruppe gehörenden Unternehmens Faprogi. Damit erfüllt Avery Dennison die Anforderungen von L’Oréal mit täglich etwa 26 000 gedruckten und angebrachten Etiketten „in vollem Umfang“, wie es heißt.

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