Verpackungstechnik

Ergonomische Vorteile verschaffen der Umreifungstechnik Aufwind

18.04.11 | Autor / Redakteur: Sabine Mühlenkamp / Bernd Maienschein

Bei einer Produktionsstraße ist dies kein Problem, in vielen Betrieben müssen jedoch unterschiedliche Palettengrößen an unterschiedlichen Orten innerhalb eines Betriebes umreift werden. Ergopack hat daher ein ergonomisches Palettenumreifungssystem entwickelt. „Um eine Palette zwei Mal zu umreifen, muss sich der Mitarbeiter viermal bücken und zweimal um die Palette laufen. Bei angenommenen 250 Arbeitstagen pro Jahr und zum Beispiel 50 Paletten pro Tag bedeutet dies für den Mitarbeiter, sich jährlich 50.000 Mal zu bücken und 25.000 Mal um die Palette zu laufen“, rechnet Kimmerle vor.

Automatisches Umreifungssystem rentiert sich ab 15 Paletten pro Tag

„Mit unserer Maschine wird diese Arbeit erleichtert, das Umreifen zeitgemäß ergonomisch gestaltet, was sich letztlich durch reduzierte Krankheitskosten und natürlich auch eine erhebliche Zeitersparnis nachweisbar rechnet“, erläutert Kimmerle weiter. Eine Investition lohnt sich nach seiner Aussage ab täglich 15 Paletten oder mehr.

Moderne Umreifungsanlagen zeichnen sich durch hohe Verfügbarkeiten bei schonendem Umgang mit den benötigten Ressourcen aus. In der Praxis wird dies häufig unterschätzt, wie Timo Mosca, CEO der Maschinenfabrik Gerd Mosca AG, erklärt: „Wir haben durch TCO-Berechnungen besonders im Bereich des Energiebedarfs zum Teil gewaltige Unterschiede ermittelt, die auf den ersten Blick gering wirken, aber im Laufe eines Jahres schnell in die Zigtausende gehen.“

Technologische Herausforderungen sieht er in erster Linie im Bereich des Produkttransports, also in die Umreifungsanlage hinein und wieder heraus. „Durch den Einsatz moderner Verschlussmethoden, wie der Mosca-eigenen Sonixs-Technologie, ist der eigentliche Vorgang des Umreifens heute kein Bottleneck mehr wie noch vor einigen Jahren“, so Mosca.

Querschnitt der Umreifungsbänder reduziert, Leistung erhöht

Dennoch forciert der Kostendruck neue Entwicklungen. Ein Beispiel ist die Querschnittsreduzierung der Umreifungsbänder aus Stahl und PET. „Verpackungsstahlband, das heute teilweise mit 700 bis 800 N/mm2 Festigkeit eingesetzt wird, kann heute durch Hochleistungsbänder mit bis zu 1000 N/mm2 ersetzt werden“, nennt Pollehn eine Entwicklung und verweist auf die Reduzierung des Querschnitts und der Kosten. Allerdings steigen damit auch die Herausforderungen an die Umreifungsgeräte und -aggregate, die für den Einsatz dieser hochwertigen Bänder angepasst oder neu entwickelt werden müssen. Gleiches gilt im Übrigen auch für die PET-Bänder – anstelle von 25 oder 32 mm breitem PET-Band wird häufig auf 19 mm breites Band umgestellt.

Kundenspezifische Entwicklungen, eine Stärke von Titan-Umreifungstechnik, ergeben ebenfalls neue Ansatzpunkte. „Wir analysieren gemeinsam mit unseren Kunden und unseren Ingenieuren aus dem Sondermaschinenbau die spezifischen Anforderungen an Platzgegebenheiten, Taktzeiten, vorhandene oder neu zu installierende Fördertechnik und natürlich das zu sichernde Produkt“, beschreibt Pollehn die Vorgehensweise.

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