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Führungskräfte-Rekrutierung 10 Gründe, warum Topmanager die Firma wechseln

| Redakteur: Jürgen Schreier

Als Gegenleistung für ihren stressigen Job verlangen die Manager von heute nicht nur eine hohe Vergütung, interessante Aufgaben oder einen adäquaten Titel, sondern noch einiges mehr. Das zeigt die Studie „Jobwechsel im Topmanagement“ der Personalberatung Intersearch Executive Consultants.

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Die Unternehmen sollten früh signalisieren, dass sie marktgerecht zahlen, meint Dieter Albeck, geschäftsführender Gesellschafter der Personalberatung Intersearch Executive Consultants in Hamburg.
Die Unternehmen sollten früh signalisieren, dass sie marktgerecht zahlen, meint Dieter Albeck, geschäftsführender Gesellschafter der Personalberatung Intersearch Executive Consultants in Hamburg.
(Bild: Intersearch)

Das wichtigste Kriterium der Manager bei der Entscheidung für einen neuen Job ist ein herausfordernder Aufgabenbereich. Dieser spielt für 94 % der befragten 150 Topmanager eine wichtige Rolle. Platz 2 im Ranking teilen sich mit je 92 % der Karrieresprung und ein Topgehalt. Top-3-Kriterium ist eine ausgewogene Work-Life-Balance (87 %).

Wie ein weiteres Ergebnis zeigt, setzen die Manager ihre hohen Gehaltsansprüche auch durch: Vier von fünf der befragten Führungskräfte erhielten beim letzten Wechsel eine Gehaltserhöhung von über 20 %. „Ein Topgehalt ist für die Manager selbstverständlich - Unternehmen, die hochkarätige Kandidaten für sich gewinnen wollen, müssen jedoch mehr bieten“, sagt Dieter Albeck, Geschäftsführender Gesellschafter der Personalberatung Intersearch Executive Consultants.

Work-Life-Balance wird Managern immer wichtiger - auch den "alten Hasen"

Entgegen der Erwartungen ist älteren Managern die Work-Life-Balance ebenso wichtig wie der „Generation Y“. Bei den über 55-Jährigen erreicht das Kriterium 88 % Zustimmung und damit fast genauso viel wie bei den 25- bis 34-Jährigen (89 % Zustimmung) und den 35- bis 44-Jährigen (90 %). In der Gruppe der 45- bis 54-Jährigen wünschen sich immerhin noch vier von fünf Managern ein harmonisches Verhältnis von Arbeit und Privatleben.

Mit einer Unternehmenskultur, die eine ausgewogene Work-Life-Balance erlaubt, können Unternehmen also Führungskräfte aller Altersklassen von sich überzeugen. „Hier können vor allem Mittelständler punkten -zum Beispiel wenn sie aktiv damit werben, dass keine Erreichbarkeit am Wochenende gefordert wird, oder keine Meetings nach 18 Uhr stattfinden“, sagt Albeck.

Mehr als ein Drittel legt besonderen Wert auf das Unternehmensimage

Auch das Unternehmensimage ist für Manager bei ihrem neuen Arbeitgeber wichtig: 38 % legen darauf sehr großen Wert - generell wichtig ist es für 84 %. Damit rangiert dieses Kriterium noch vor dem Standort und der Branche des Unternehmens (jeweils für 81 % wichtig).

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