Supply Chains

10. Hermes-Barometer offenbart Optimierungsbedarf

| Redakteur: Bernd Maienschein

Insbesondere Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten sind in den letzen vier Jahren in Sachen Supply-Chain-Optimierung gut vorangekommen.
Insbesondere Unternehmen mit mehr als 250 Beschäftigten sind in den letzen vier Jahren in Sachen Supply-Chain-Optimierung gut vorangekommen. (Bild: Hermes)

Einen systematischen, übergreifenden Ansatz zur Optimierung ihrer Supply Chain verfolgen über drei Viertel der deutschen Unternehmen – bei größeren Unternehmen mit mehr als 250 Mitarbeitern sind es sogar 83 %. Das Problem dabei: Sie unterschätzen meist die Komplexität, viele Projekte werden vorzeitig abgebrochen

Das 10. Hermes-Barometer zum Thema „Optimierungsbedarf in der Supply Chain“ ist eine Umfrage von Hermes Germany unter 200 Logistikentscheidern deutscher Unternehmen. Wie darin berichtet wird, arbeiten 78 % der befragten Unternehmen aktiv an der Optimierung ihrer Lieferkette. Größere Unternehmen bringen es sogar auf 83 % und damit 23 % mehr als noch vor vier Jahren.

Unterschiede bei Groß und Klein

„Unternehmen haben erkannt, welches Potenzial in einer effizienten Lieferkette steckt und wollen davon profitieren“, erläutert Jan Bierewirtz, CCO und Division Manager Commercial bei Hermes International, einem Geschäftsbereich der Hermes Germany. Einmal angestoßen, werde die große Mehrheit der Optimierungsprojekte umgesetzt.

An dieser Stelle lohne sich jedoch ein genauer Blick auf die Unternehmensgröße: Nach Angaben der Logistikentscheider kleinerer Unternehmen wurden mangels Erfolges lediglich 15 % der gestarteten Vorhaben vorzeitig abgebrochen. In größeren Unternehmen über 250 Mitarbeiter stellt sich die Lage indes anders dar: Dort wurden fast ein Viertel (23 %) der Projekte eingestellt.

Optimierungen oft zu komplex

Grund dafür könnte die Komplexität des Optimierungsprozesses sein. So gaben 84 % der Entscheider größerer Unternehmen an, dass viele Unternehmen den Aufwand zur Veränderung unterschätzen. „Die umfassende Optimierung der Supply Chain tangiert eine Reihe interner und externer Prozesse. Gerade in größeren Unternehmen mit einer umfangreichen Zahl involvierter Partner kann das eine große Herausforderung sein “, räumt Bierewirtz ein.

Natürlich schlägt sich auch der mögliche Brexit im 10. Hermes-Barometer nieder. Ein Drittel der Befragten Logistikentscheider gibt an, dass bei einem Austritt Großbritanniens aus der EU Anpassungen und Optimierungen der eigenen Supply Chain nötig sein werden – für große Unternehmen sind es sogar 50 % der Befragten, die dieser Aussage zustimmen.

Weitere Beiträge des Unternehmens:

Hermes Germany

Hermes Europe

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