Stückgut-Netzwerk

24plus betreibt Zentralhub jetzt selbst

20.10.2011 | Redakteur: Bernd Maienschein

Die Umschlagkapazität im Zentralhub von 24plus, das der Logistikdienstleister jetzt wieder selbst betreibt, beträgt 250 t pro Stunde. Bild: 24plus
Die Umschlagkapazität im Zentralhub von 24plus, das der Logistikdienstleister jetzt wieder selbst betreibt, beträgt 250 t pro Stunde. Bild: 24plus

24plus übernimmt die Geschäfte der Hub24 GmbH aus deren Insolvenz und bringt diese in die neue 24plus Hub-Logistics GmbH & Co. KG ein. Alle 83 Arbeitsplätze im Zentralhubumschlag bleiben erhalten. Peter Baumann und Steffen Renner werden Geschäftsführer.

Zum 1. Oktober 2011 hat die 24plus Systemverkehre Beteiligungsgesellschaft GmbH die Betriebsmittel der bisherigen Zentralhubbetriebsgesellschaft Hub24 GmbH aus der Insolvenz herausgekauft und in die neue 24plus Hub-Logistics GmbH & Co. KG eingegliedert. Ferner übernahm 24plus Hub-Logistics alle 83 Mitarbeiter des früheren Hubbetreibers.

Abschied vom Outsourcing-Modell im Zentralhubbetrieb

Geschäftsführer der neuen Hubbetriebsgesellschaft sind Peter Baumann (53), der gleichzeitig Geschäftsführer der 24plus-Verkehrsgesellschaft bleibt, und Steffen Renner (45), der bislang als Hub-Koordinator bei 24plus in leitender Funktion tätig war. Zum einen verabschiedet sich 24plus damit vom bisherigen Outsourcing-Modell im Zentralhubbetrieb, zum anderen beendeet 24plus damit den durch die Insolvenz des Hubbetreibers verursachten Schwebezustand.

Die bisherige Hub24 GmbH war bislang ausschließlich als Hubbetriebsgesellschaft im 24plus-Zentralhub Hauneck tätig und 2008 in die Insolvenz geraten. Ursache für die Insolvenz war eigenen Angaben zufolge die Insolvenz der Muttergesellschaft Konzept Logistik AG und damit einhergehend der Ausfall der gesamten Konzept-Logistik-Gruppe. Wie zu erfahren war, hätten die Gründe der Insolvenz in Problemen an anderen Standorten gelegen.

Im Hubbetrieb sind ständige Veränderungen notwendig

Seit dem Start der Stückgutkooperation im Jahr 1996 nutzt 24plus ein zweistufiges Netz aus Direkt- und Hubverkehren. Von Anfang an betrieb 24plus das Zentralhub nicht selbst, sondern hatte den Umschlag an einen externen Dienstleister übergeben.

„Das Outsourcing-Modell hat lange Zeit zu unserer Philosophie gepasst“, erklärt 24plus-Geschäftsführer Peter Baumann. „Wir haben die Spezialaufgaben im Hubumschlag an einen Dritten übertragen und nur den Leitstand mit eigenen Mitarbeiterinnen besetzt.“ Damit gelang es, Fixkosten in variable Kosten umzuwandeln. Außerdem konnte 24plus das Personalmanagement für die aktuell 83 Mitarbeiter an den Hubbetreiber abgeben und sich strategischen Aufgaben zuwenden. Die Umschlagqualität war vertraglich festgelegt und wurde überwacht und kontrolliert.

Allerdings stieß das Outsourcing-Modell im Lauf der Zeit an Grenzen. Durch die intensive Einbettung der Hubabläufe in die IT-Vernetzung waren Veränderungen der Hubprozesse notwendig, die in der bisherigen Struktur eines im Insolvenzverfahren befindlichen Hubbetreibers nicht vollständig umsetzbar waren. Peter Baumann: „Unser Zentralhubbetrieb ist extrem eng getaktet und muss sich permanent weiterentwickeln, um eine optimale Leistung zu bringen. Der Insolvenzverwalter war im Rahmen seiner Möglichkeiten zwar bereit, Veränderungen mitzugehen. Auch die Mitarbeiter waren motiviert. Aber auf Dauer war der Betrieb in Insolvenz kein Zustand.“

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