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Chemielogistik 30.000 l Löschwasser für den Notfall

Redakteur: Robert Weber

Der Spezialchemieproduzent Follmann hat seine Logistik erweitert. Ein neues Lager- und Logistikzentrum wurde am Wochenende eingeweiht. Die Mindener investierten 8,5 Mio. Euro in das Projekt.

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8,5 Mio. Euro hat der Mindener Spezialchemieproduzent Follmann in die Logistikstrukturen investiert. Besondere Aufmerksamkeit genoss auch die Sicherheitstechnik. Sprinkleranlagen sollen im Notfall Feuer im Chemielager eindämmen. Bild: Follmann
8,5 Mio. Euro hat der Mindener Spezialchemieproduzent Follmann in die Logistikstrukturen investiert. Besondere Aufmerksamkeit genoss auch die Sicherheitstechnik. Sprinkleranlagen sollen im Notfall Feuer im Chemielager eindämmen. Bild: Follmann
( Archiv: Vogel Business Media )

Das sei die größte Einzelinvestition in der Firmengeschichte, heißt es auf dem Einweihungsfest. Die Chemieexperten verfügen zusammen mit ihrer Schwesterfirma Triflex jetzt über 6500 Palettenstellplätze. Die Lagerkapazität hat sich dadurch nahezu verdreifacht, sind die Chemiker stolz. Neben einem Fertigwarenlager umfasst die Immobilie auch einen Versand- und Kommissionierbereich sowie einen Technik- und Bürotrakt.

Logistikabläufe optimiert

Der Neubau bietet die Möglichkeit, alle Arbeitsabläufe bei Lagerung und Auslieferung der Produkte effizienter zu gestalten. „Konzipiert ist der neue Gebäudekomplex als so genanntes Schmalganglager – ein Regalsystem mit schmalen Gassen zwischen den Zeilen, um eine kompakte Bauweise zu erreichen. Wir verzichten bewusst auf ein vollautomatisches Lager, damit die wechselnden Anforderungen unserer Kunden flexibel umgesetzt werden können“, erklärte Geschäftsführer Dr. Thomas Damerau während der Grundsteinlegung im Oktober 2010.

Wannenkonstrunktion schützt den Boden

Ein wichtiger Bestandteil der Logistikimmobilie ist das Sicherheitskonzept. Um die Genehmigung für die Lagerung einer möglichst großen Bandbreite an verschiedenen Chemikalien zu erlangen, ist eine umfangreiche Sicherheitstechnik für den neuen Gebäudekomplex notwendig. Diese dient der Gefahrenabwehr und soll insbesondere die Ausbreitung eines Feuers vermeiden und einen Übergriff auf die angrenzenden Hallen verhindern.

Den Kern der Sicherheitstechnik bildet eine Brandmeldeanlage mit automatisierter Löschanlage. Für Sprinklertechnik liefert ein Dieselpumpenaggregat im Brandfall rund 30.000 l Löschwasser pro Minute aus dem angrenzenden Hafenbecken. Möglicherweise austretende Chemikalien sowie das Löschwasser werden in dem als Wanne ausgeführten Bodenbereich des Lagers aufgefangen. „Wir wünschen uns, dass dieses aufwendige technische Equipment nie zum Einsatz kommen muss“, betonte Dr. Thomas Damerau.

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