Kommentar

3D-Druck und Logistik – keine Angst vor Cody Wilson

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3D-Druck macht das Lager leer

Deshalb müssen sich auch die Logistiker keine Sorgen um ihre Zukunft machen, auch wenn manche Vertreter schon unken, die Logistiker müssen ihre Prozesse und ihr Geschäftsmodell grundlegend ändern. Ersatzteillogistik wird weiterhin ein fester Bestandteil der Serviceunternehmen sein. Die Dienstleister werden immer Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Fertig- und Halbfertigprodukte transportieren, auch wenn vielleicht einige Teile das Regal im Logistikzentrum nie erblicken werden, weil sie gedruckt wurden.

Aber die Entwicklung ist aus logistischer Perspektive auch gar nicht schlecht, denn die Lagerbestände im deutschen Maschinenbau sind zu hoch. Der Materiallagerbestand ist, bezogen auf den Materialeinsatz, über die letzten sieben Jahre gestiegen: bei den mittleren Firmen um ein Viertel auf über 50 Tage. Bei den besten Unternehmen ist der Materialbestand um 40 % auf fast 25 Tage gestiegen. Auch bei der Umlaufbestandsreichweite sieht es nicht besser aus. Die Komponentenhersteller haben im Vergleich zu den Automobilzulieferern eine um 40 % längere Reichweite. Im Segment Investitionsgüter müssen die mittleren Unternehmen ihre Bestände um 90 % senken, um die Bestleistungen zu erreichen.

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Wenn in diesem Bereich durch den 3D-Druck dem Lagerist Entlastung verschafft wird, dann dürfen sich Produktionsleiter, Dienstleister und Finanzchef freuen.

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