Identifikation 5 Tipps für die richtige RFID-Integration

Redakteur: Robert Weber

Die RFID hat viele Anhänger, aber auch Kritiker. Zu kompliziert, anfällig und zu aufwendig sei die Technik. Wir geben fünf Tipps für den richtigen Einsatz von RFID in ihrem Unternehmen.

Firmen zum Thema

Im Fokus: Ein RFID-Transponder soll Logistikprozesse effizienter machen. Noch scheuen sich viele Unternehmen, die Technik einzusetzen. (Bild: Kalinko unter GNU Lizenz wikipedia.de)
Im Fokus: Ein RFID-Transponder soll Logistikprozesse effizienter machen. Noch scheuen sich viele Unternehmen, die Technik einzusetzen. (Bild: Kalinko unter GNU Lizenz wikipedia.de)

Die Waldemar Winckel GmbH & Co. KG, Produzent von Smart-Labelling-Medien und RFID-Komplettsystemen, hat sich die Mühe gemacht, eine kurze Checkliste zusammenzustellen, um Ihnen, liebe Leser, einen Überblick zu dem Thema zu geben.

1. Tipp: Prozesse technologieunabhängig betrachten

Die erste Frage, die sich ein Unternehmen vor einem RFID-Projekt stellen sollte, lautet: Was sind die genauen Ziele, die mit dem Projekt verfolgt werden? Grundsätzlich gilt: RFID bietet mehr Nutzen, je tiefer die Technologie in den jeweiligen Prozess eingebettet wird. Zu Beginn steht dabei die Analyse der Unternehmensstruktur nebst Prozessen und Produkten in ihrer Gesamtheit. Im Anschluss lassen sich Anwendungsfelder definieren und der jeweils zu generierende ROI ansatzweise bewerten. Wichtig sind hierbei auch mögliche Abhängigkeiten und Wechselwirkungen.

Ein Beispiel: In der Textilproduktion lässt sich jedes einzelne Kleidungsstück mit einem Tag versehen. Der Effizienz- und Informationsgewinn bei Produktion, Kommissionierung und Verpackung sowie anschließender Flächenbewirtschaftung ist damit deutlich höher als bei einer getaggten Kiste oder Palette, die variable Güter enthält.

Nicht zu vergessen: Viele Produkte im Handel sind so lange Eigentum des Herstellers, bis sie an einen Endkunden verkauft werden. Produzenten haben daher ein hohes Interesse an ihrem verlängerten Lager – der Verkaufsfläche – und profitieren daher doppelt vom RFID-Einsatz.

2. Tipp: Ausstiegspunkte schaffen

Oft ist zu Beginn eines RFID-Projektes nicht klar, wie und in welcher Form das geplante System am Ende umgesetzt wird. Mitunter stellt sich auch in der Planungsphase heraus, dass RFID nicht den ursprünglich erhofften Effizienzgewinn bringen kann. Bei der Zusammenarbeit mit einem Systemintegrator ist es daher extrem wichtig, dass sogenannte Ausstiegspunkte eingeplant werden, nach denen ein wirtschaftlich oder technisch nicht erfolgreiches Projekt ohne zu große Kosten beendet werden kann.

Gibt es hingegen bei einem Projekt keine definierten Ausstiegspunkte, liegen die Kosten bei Änderungen oder Abbruch meist deutlich höher. Unternehmen sollten daher bei der Wahl eines Systemintegrators auf Teilschritte achten. Ein guter Partner liefert in sich geschlossene Teilergebnisse, die bei der weiteren Projektplanung weiterhelfen.

3. Tipp: Einsatzbedingungen berücksichtigen

Das RFID-Umfeld kann sich erheblich auf den Erfolg eines Projektes auswirken. Dabei muss zwischen Produkt und Umgebung unterschieden werden. Das sind zum einen das einzelne Produkt, die Verpackung oder die Anordnung. Auf der anderen Seite beeinflussen Faktoren wie metallische Komponenten in der Umgebung Reichweite und Ergebnisse von RFID-Systemen.

Diese Faktoren müssen bei der Wahl eines Transponders berücksichtigt werden – je nach Umgebung, Anordnung und Distanz können hier unterschiedliche Eigenschaften gefragt sein. Durch die Bereitstellung modernster Messtechniken können hier schnell und effektiv aussagekräftige Ergebnisse präsentiert werden, die die Entscheidungen in vielen Fällen vereinfachen und absichern.

4. Tipp: Externe Systeme berücksichtigen

Einige RFID-Projekte sind rein unternehmensintern. Die Prozesse laufen innerhalb der Unternehmensgrenzen ab und sind daher vergleichsweise überschaubar. Häufig gibt es allerdings auch Lieferanten, Kunden oder Partner, die ebenfalls RFID nutzen und die das neue System an ihre eigenen Anforderungen anpassen möchten. In diesem Fall ist es besonders wichtig, Standards wie EPC Global zu berücksichtigen, um die Interoperabilität der Systeme sicherzustellen.

Vielen Unternehmen und einigen Systemintegratoren ist die weitreichende Standardisierung im RFID-Bereich nicht bekannt. Winckel ist Mitglied bei EPC Global und AIM und arbeitet aktiv in verschiedenen Fachgruppen mit. Dadurch ist sichergestellt, dass die aktuellen Entwicklungen und Tendenzen im Bereich der Standardisierungen in die Gestaltung der Projekte einfließen.

5. Tipp: Interne Transparenz schaffen

Je nach Einsatzfeld sind unterschiedliche interne Abteilungen in ein RFID-Projekt involviert. Die Logistik oder Produktionsplanung spielt als Initiator vieler Projekte meist eine große Rolle. Wichtig ist aber auch die IT-Abteilung, für die RFID zunächst eine zusätzliche Belastung darstellt. Daher sollte bei der Systemintegration möglichst wenig in bestehende Systeme eingegriffen werden.

Auch hier bietet Identysys neben einer selbst entwickelten Middleware eine Vielzahl bewährter Schnittstellen zur nahtlosen Integration von RFID in bestehende Systeme und Prozesse.

(ID:32480660)