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Verkehrssicherheit ADFC rückt Politikern auf die Pelle

Der ADFC hat offiziell sein Hauptstadtbüro eröffnet. Ein Anliegen des Vereins ist, durch verbesserte technische Ausstattung für Lkw und Pkw für mehr Sicherheit der Fahrradfahrer auf deutschen Straßen zu sorgen.

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Mit funktionierender Beleuchtung kommen Fahrradfahrer sicher durch den Verkehr. Der ADFC mahnt weitere technische Neuerungen an. Bild: ADFC/Oliver Tjaden
Mit funktionierender Beleuchtung kommen Fahrradfahrer sicher durch den Verkehr. Der ADFC mahnt weitere technische Neuerungen an. Bild: ADFC/Oliver Tjaden
( Archiv: Vogel Business Media )

Mit einem neu eröffneten Büro in Berlin-Mitte ist der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club (ADFC) nun auch in der Hauptstadt präsent. Zur offiziellen Eröffnung des ADFC-Hauptstadtbüros Ende September begrüßte das junge Mitarbeiterteam mehr als 70 Gäste in den frisch bezogenen Räumlichkeiten in der Friedrichstraße 200.

ADFC-Netzwerk soll Forderungen Nachdruck verleihen

Auch der ADFC-Bundesvorsitzende Ulrich Syberg hieß die Besucher aus Politik, Tourismus, der Fahrradbranche und des ADFC herzlich willkommen und formulierte den Anspruch der neuen Repräsentanz: „Der ADFC rückt der Politik mit seinen Forderungen nun auch räumlich auf die Pelle.“

Das Netzwerk des Fahrradverbandes soll durch den direkten Kontakt zu Bundestagsabgeordneten, den Bundestagsausschüssen, Ministerien und Verbänden noch feinmaschiger werden und den Forderungen des ADFC in der Politik mehr Nachdruck verleihen.

Sensorgestützte Assistenzsysteme und Außenairbags gefordert

Der ADFC präsentierte seine aktuelle Kampagne „Überlebenstechnik“, mit der er die generelle Ausstattung von Lkw und Pkw mit sensorgestützten Assistenzsystemen und Außenairbags zur Sicherheit für Radfahrer fordert. Dazu stellte er seine neuesten Radreise-Produkte seiner Förderkreismitglieder und Kooperationspartner.

Das sind beispielsweise Navigationsgeräte von VDO und Falk mit Strecken aus dem ADFC-Tourenportal sowie die eigene I-Phone-App und eine radtouristische Diashow mit Routen aus „Deutschland per Rad entdecken“.

Technik für Sicherheitsmaßnahmen „weit fortgeschritten“

Der Allgemeine Deutsche Fahrrad-Club hat die Bundesregierung aufgefordert, fortschrittliche Kraftfahrzeugtechnik zum Schutz von Radfahrern und Fußgängern in ihr Verkehrssicherheitsprogramm aufzunehmen. Bereits Anfang 2011 hatte der ADFC dem Bundesverkehrsministerium Sicherheitsmaßnahmen wie Abbiegeassistent für Lkw, Türöffnerwarnung und Außenairbag für Pkw vorgeschlagen.

Mittlerweile hat der Fahrradverband selbst das Gespräch mit Automobilverbänden, Fahrzeugherstellern und Zulieferern gesucht und erfahren, dass die Technik für solche Sicherheitsmaßnahmen weit fortgeschritten ist. Die Gesprächspartner des ADFC teilen seine Einschätzung, dass diese Assistenz- und Sicherheitssysteme für ungeschützte Verkehrsteilnehmer überlebenswichtig sein können. Zudem bestätigen sie, dass die System in naher Zukunft Marktreife erlangen werden oder bereits erhältlich sind.

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