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Logistikpersonal Ärger im Amazon-Lager

| Redakteur: Robert Weber

Der Internetversender Amazon hat Probleme in einem seiner Logistikzentren in den USA. Mitarbeiter berichten über schlechte Arbeitsbedingungen und Irreführung. Lokale Medien hatten den Skandal aufgedeckt.

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Einige Amazon-Mitarbeiter mussten wegen der Hitze von Sanitätern betreut werden. Bild: W.Broemme, pixelio.de; http://www.pixelio.de/media/426852#
Einige Amazon-Mitarbeiter mussten wegen der Hitze von Sanitätern betreut werden. Bild: W.Broemme, pixelio.de; http://www.pixelio.de/media/426852#
( Archiv: Vogel Business Media )

Um die 100 Grad Fahrenheit (38 Grad Celsius) sollen im Logistikzentrum „Lehigh Valley“ in Pennsylvania an Sommertagen geherrscht haben, berichten Mitarbeiter dem Lokalblatt „Morning Call“. An heißen Tagen verließen Mitarbeiter in Rollstühlen und auf Tragen das Logistikzentrum. Ein Notarzt bezeichnete das Lager als „unsichere Arbeitsumgebung“. Amazon hatte im Sommer eigens Sanitäter vor dem Lager positioniert

19 von 20 interviewten Mitarbeitern unzufrieden

Neben der Hitze seien auch die Arbeitsbedingungen in dem Lager diskussionswürdig. Viele Mitarbeiter berichteten dem Lokaljournalisten Spence Soper von Arbeitsdruck, den nur wenige standhalten konnten. Gleichzeitig kritisieren Mitarbeiter Irreführungen im Zusammenhang von der Umwandlung von Zeitarbeitsverträge in reguläre Beschäftigungsverhältnisse, heißt es in einem Artikel. Die Lokalpresse interviewte in den vergangen Monaten 20 ehemalige und immer noch beschäftigte Mitarbeiter. Nur ein Kollege bezeichnete das Lager als „guten Arbeitsplatz“. Die amerikanische Presse macht jetzt Druck und ruft auch Amazon-Mitarbeiter aus anderen Regionen auf, sich gegenüber der Presse zu äußern und mögliche Missstände anzuprangern.

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