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Data Security Agilere Netzwerke in der Logistik mit Software-Defined Networking

| Autor / Redakteur: Christian Schallenberg / Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein

Hinter Software-Defined Networking (SDN) steckt eine einfache, aber einleuchtende Idee: Eine automatisierte Netzwerk-Orchestrierung löst die manuelle Endgerätekonfiguration ab. Dieser neue Ansatz, Netzwerke zu designen, sie zu implementieren und zu betreiben, macht die Netze in der Logistik agiler und schneller.

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Die Management-Cloud von Lancom will neue Maßstäbe setzen für intelligentes, anwendungsorientiertes und zukunftsfähiges Netzwerk-Management und -Monitoring.
Die Management-Cloud von Lancom will neue Maßstäbe setzen für intelligentes, anwendungsorientiertes und zukunftsfähiges Netzwerk-Management und -Monitoring.
(Bild: Lancom)

Ein gut funktionierendes Netzwerk ist das Herz jedes Logistikunternehmens und eine hochkomplexe Angelegenheit. Immer mehr Anwendungen und Prozesse werden digitalisiert, die Anzahl vernetzter Standorte, Nutzer, Endgeräte und Dinge steigt exponenziell. Durchgängige Digitalisierung und Zeitersparnis werden zu entscheidenden Faktoren – insbesondere in Logistikunternehmen, die qua natura weit verzweigt sind. Gleichzeitig wachsen die Gefahren durch Cyber-Angriffe und die Anforderungen an die Wirtschaftlichkeit der Netze.

Statt manueller Konfiguration Netze automatisch aufsetzen

All dies bringt Administratoren und traditionelle Netzwerkarchitekturen an ihre Grenzen. Software-Defined Networking (SDN) ist die Antwort. Es macht Netze agiler und schneller. Gleichzeitig vereinfacht SDN das konsequente Ausrollen komplexer Sicherheitskonzepte dramatisch – selbst über weltweit verteilte Standorte. Ein wichtiger Aspekt im Kampf gegen Cyber-Angriffe.

Die Idee hinter SDN ist so einfach wie einleuchtend: Netze vollautomatisch aufzusetzen, zu überwachen und zu erweitern, statt sie wie bislang manuell zu konfigurieren. So wandelt SDN herkömmliche, verwaltungsintensive und statische digitale Infrastrukturen in dynamische Netze mit vielen Möglichkeiten um. Hierzu werden Funktionsebenen des Netzwerks in Form virtueller Services von der Hardware entkoppelt, die Steuerungsebene also von der Datenebene getrennt.

Eine Softwareanwendung steuert den Umgang mit Datenpaketen auf der Datenebene des Routers, der Switches oder Access Points. SDN erlaubt zentrales, ortsunabhängiges Design, Management und Monitoring von Netzen mit wenigen Mausklicks. Netzwerktechniker und Administratoren können so schnell auf sich ändernde Anforderungen reagieren.

Netzwerk konsequent Ende-zu-Ende-gedacht

Damit das zentrale Netzwerkmanagement funktioniert, muss das SDN-Konzept konsequent alle Komponenten im Netz umfassen: vom VPN-Gateway oder Router über die Switches bis zu den WLAN-Access-Points und den hochmodernen E-Paper-Displays, mit denen beispielsweise Warenbestände ausgezeichnet werden. Die Anforderungen an das Netzwerk werden beschrieben und vollautomatisiert in einzelne Gerätekonfigurationen umgesetzt und ausgerollt. Die konkrete Umsetzung obliegt der zentralen, automatisierten Cloud-Software und den Geräten. Es ist ein Paradigmenwechsel vom gerätezentrischen hin zu einem netzwerkzentrischen Ansatz.

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