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KEP-Dienst Aktualisiert: April im Dezember? Amazon zeigt Drohneneinsatz für Logistik

| Redakteur: Robert Weber

Ab 2015 will der Versandriese Amazon in den USA eilige Bestellungen per Drohnen ausliefern. Das berichten US-Medien. Der Videoclip von Amazon stößt in der MM Logistik-Redaktion auf geteilte Meinung. Von „Fake-Bildern“ bis zu „genialer Lösung“ reichen die Meinungen. Für DHL sind die Bilder keine Überraschung.

(Bild: Amazon)

Ich weiß, das sieht nach Science-Fiction aus. Das ist es aber nicht,“ erklärte Amazon-Boss Jeff Bezos im CBS-Interview. Die Idee. Die Waren werden vom Kunden bestellt. Dann wählt er für den Versand die 30 Minuten-Zustellung. Im Logistikzentrum kommissionieren die Mitarbeiter die Bestellung verpacken diese in eine Plastikbox (maximales Gewicht knapp über 2 kg), die mit zwei Verschlüsseln gesichert ist.

Die Box, auf dem Video fehlt jede Identifizierung (Barcode oder ähnlich), fährt auf der Fördertechnik zum Drohnen-Hub. Dieser ist direkt an die Fördertechnik angedockt. Von dort startet dann die Drohne zum Kunden. Das Produkt soll Prime Air heißen. Die Zuschauer des Videos sprechen von Aprilscherz und Marketingcoup. Auf seiner FAQ-Seite beantwortet Amazon die wichtigsten Fragen zu der Drohne (mehr hier) .

Allerdings: In China werden die Drohnen bereits für die Zustellung von Waren genutzt (mehr hier). Auch in Australien fliegen die Drohnen (mehr hier )

DHL: Drohneneinsatz nicht neu

MM Logistik hat bei den KEP-Diensten nachgefragt. Über Twitter teilte uns Hermes mit: "Die Prüfung, ob Drohnen mit unseren Nachhaltigkeitsbestrebungen zusammenpassen, ist aktuell noch in vollem Gange. ;-) ^I"

Eher klassisch per Mail die Einschätzung von der DHL: "Dass über den Einsatz von Drohnen in der Paketzustellung nachgedacht wird, ist nicht neu. Auch die Deutsche Post DHL hat hierzu ein eigenes Forschungsprojekt, in dem DHL Paket gemeinsam mit dem DHL Innovation Center den Einsatz eines so genannten Paketkopters testet. Im Rahmen dieses Innovationsprojekts denken wir perspektivisch zum Beispiel über besonders eilige Lieferungen beispielsweise in der Medikamentenversorgung oder eine Zustellung per Paketkopter an geografisch schwer zugängliche Adressen nach. Konkrete Pläne, den Paketkopter im Regelbetrieb unserer Paketzustellung einzusetzen, gibt es derzeit jedoch nicht."

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