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Tarifstreit Amazons Urabstimmung am Logistikstandort Bad Hersfeld

| Redakteur: Victoria Sonnenberg

Bis zuletzt hat sich Amazon gegen einen Tarifvertrag ausgesprochen. Nun droht dem Versandhändler nach einer Urabstimmung ein Streik an seinem größten deutschen Logistikstandort.

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Am größten deutschen Standort des Versandhändlers Amazon, in Bad Hersfeld, hat die Gewerkschaft die Mitarbeiter zur Urabstimmung aufgerufen.
Am größten deutschen Standort des Versandhändlers Amazon, in Bad Hersfeld, hat die Gewerkschaft die Mitarbeiter zur Urabstimmung aufgerufen.
(Bild: Amazon )

Seit Montag ruft Verdi die rund 3300 Beschäftigten des Online-Versandhändlers in Bad Hersfeld zur Urabstimmung auf, um eine bessere Bezahlung zu erreichen, die dem Branchentarifvertrag des Einzel- und Versandhandels entsprechen soll. Bisher gibt es in den Amazon-Standorten keine Tarifbindung. Die Gewerkschaft kämpft deshalb standortweise für mehr Lohn. Im Leipziger Amazon-Logistikzentrum fand bereits am 26. März 2013 eine Urabstimmung statt – mit dem Ergebnis, dass 97 % der Mitglieder die Streikbereitschaft mit einem „Ja“ beantwortet haben.

Mit Tarif 120 Euro mehr verdienen

„Wir wollen uns bei unseren Verdi-Mitgliedern rückversichern, ob die Streikbereitschaft vorhanden ist", so Bernhard Schiederig, der Landesfachbereichsleiter Handel und Tarifverantwortlicher der Gewerkschaft. Es sei nicht akzeptabel, dass Amazon als der größte Online-Versandhändler keiner Tarifbindung unterliegt, hieß es weiter von Schiederig. Mit Tarif wäre laut Gewerkschaftssekretärin Mechthild Middeke der monatliche Verdienst für die größte Beschäftigungsgruppe der Kommissionierer und Packer um 120 Euro höher.

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