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Cemat 2014 An jedem Cemat-Tag Supply Chain live erleben

Redakteur: Jürgen Schreier

Ein besonderes Bonbon zur Cemat 2014 wird in Halle 27 präsentiert. Rund 30 Aussteller zeigen dort neue Produkte – und zwar im Rahmen einer exemplarischen Supply Chain, die vom automatischen Entladen eines Seecontainers bis hin zur Ladungssicherung reicht. Weiteres Highlight ist das 3. Hafenforum am 21. Mai 2014.

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Auf einer Ausstellungsfläche von rund 2000 m² präsentieren in der Halle 27 rund 30 Aussteller Produkte und Lösungsansätze für alltägliche, aber auch spezielle logistische Aufgaben.
Auf einer Ausstellungsfläche von rund 2000 m² präsentieren in der Halle 27 rund 30 Aussteller Produkte und Lösungsansätze für alltägliche, aber auch spezielle logistische Aufgaben.
(Bild: Deutsche Messe)

Auf einer Ausstellungsfläche von rund 2000 m² stellen in Halle 27 rund 30 Aussteller neue Produkte und Lösungsansätze für alltägliche, aber auch spezielle logistische Aufgabenstellungen vor. Anhand eines Gemeinschaftsexponats wird eine exemplarische Supply Chain präsentiert, die wichtige logistische Stationen vom automatischen Entladen eines Seecontainers über Vereinzelungs-, Kommissionier- und Verpackungsprozesse bis hin zur Ladungssicherung abbildet.

Sonderschau zeigt in in 9 Abschnitten innovative Logistiklösungen

Im Auftrag der Deutschen Messe AG organisiert das Institut für Distributions- und Handelslogistik (IDH) des Dortmunder Vereins zur Förderung innovativer Verfahren in der Logistik (VVL) in Kooperation mit dem Bremer Unternehmen Dialog-4-Research diese Sonderschau innovativer Logistiklösungen. Sie ist in insgesamt 9 Abschnitte unterteilt und beginnt im Abschnitt 1 „Kommissionierung“ bei der auftragsbasierten Kommissionierung einzelner Produkte aus einem Dexion-Lagerlift (Exponat 1) mittels Hard- und Software von Vitronic (Exponat 2). Diese werden im Abschnitt 2 „Verpackung“ drei verschiedenen Packstationen der Aussteller Sprick, Brüninghaus und Easypack (Exponate 3, 4 und 5) zugeführt, wo sie in Kartonagen verpackt und jeweils auf unterschiedliche Weise mit Papier- oder Luftpolstern gegen Transportschäden gesichert werden. Es kommen dabei Kartonagen mit unterschiedlichen Abmessungen zum Einsatz, um den individuellen Kommissionieraufträgen gerecht zu werden.

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Anschließend werden sie verschlossen, von Mosca mit Sicherungsbändern umreift (Exponat 6) und von Logopack mit einem kombinierten Barcode-/RFID-Etikett versehen (Exponat 7), das in einem folgenden Schritt auf optischem und elektronischem Wege von Systemen der Aussteller Cognex und Deister Electronic (Exponat 8) zur Kontrolle ausgelesen wird.

Schwere Pakete werden manuell mit Vakuumheber palettiert

Während der Großteil der Pakete im Abschnitt 3 „Fördertechnik & Identifikation“ über Stetigförderer des Ausstellers Blume-Rollen (Exponate 9 und 10) im Abschnitt 4 „Ladeeinheitenbildung“ einer Roboterzelle von Man Automation (Exponat 11) zugeführt wird, die automatisiert eine gemischte Ladeeinheit aufbaut, werden einige besonders schwere Pakete manuell mit einem Vakuumheber von SMI Handling palettiert (Exponat 12). Die fertigen, palettierten Ladeeinheiten werden im Abschnitt 5 „Ladeeinheitensicherung“ von einem Staplerfahrzeug (Exponat 13), das mit mobiler Wägetechnik von Ravas ausgestattet ist, mittels Umreifen (Mosca, Exponat 14) und Stretchen (Combipack, Exponat 15) für den Transport gesichert.

Anschließend erfolgen im Abschnitt 6 „Versandkontrolle“ die Applikation eines Logopak-Versandlabels (Exponat 16) sowie eine optische (Cognex) und radiofrequente (Deister Electronic) Pulkerfassung (Exponat 17), um die Vollständigkeit und Richtigkeit von Ladegut und Ladeeinheit zu kontrollieren. In einem weiteren Schritt erfolgt durch den Aussteller AKL-tec eine 3D-Kontrolle der Ladeeinheiten (Exponat 18), um gegebenenfalls Ausbuchtungen oder Maßüberschreitungen feststellen zu können. Die Ausstellung wird durch einen neu entwickelten Sonderladungsträger der CSB-System AG ergänzt (Exponat A). Die Echtheit der Produkte wird durch spezielle Sicherungsetiketten der 3S Simons Security GmbH gewährleistet(Exponat B).

Spanset demonstriert Ladungsbildung und Ladungssicherung

Anschließend erfolgt im Abschnitt 7 „Lagerlogistik“ die Einlagerung in ein Bodenblocklager (Exponat 19), das zur Demonstration eines Lagerverwaltungssystems sowie eines optischen Staplerleitsystems der SEP AG dient. Über ein Stetigfördersystem von Alfotec (Exponat 20) werden palettierte Ladeeinheiten schließlich einem in Abschnitt 8 „Ladungssicherung auf Straßenfahrzeugen“ stehenden Sattelauflieger von Schmitz-Cargobull (Exponat 21) zugeführt, um durch den Aussteller.

Ebenfalls vorhanden ist im Abschnitt 9 „Container-Ladungssicherung “ ein 20-Fuß-Container des Herstellers Icon (Exponat 22), in dem von Spanset die Besonderheiten der Ladungssicherung innerhalb eines Containers aufgezeigt werden. Alle im Gemeinschaftsexponat verwendeten Holzpaletten sind mit einem RFID-Transponder ausgestattet und werden von der Falkenhahn AG zur Verfügung gestellt (Exponat C).

Hafenforum ist erstmals Teil der Cemat

Nicht minder spannend als die Sonderschau ist das Cemat-Forumsangebot. Zu den Highlight dürfte zweifellos das 3. Hafenforum gehören, das in diesem Jahr als Teil der Cemat abgehalten wird. Die Veranstaltung wird findet am 21. Mai im Port-Forum in Halle 27 statt. Das Thema lautet „Wachstumsmarkt Osteuropa – Herausforderung für Green Logistics der See- und Binnenhäfen“. Schirmherr ist Olaf Lies, der niedersächsische Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr.

„Mit dem Cemat-Hafenforum bieten wir der gesamten Hafenwirtschaft eine Plattform, um aktuelle Fragen zu diskutieren. Dabei stehen sowohl anstehende Ausbau- und Instandhaltungsmaßnahmen in der Infrastruktur des Hinterlands als auch ein gewachsenes Umweltbewusstsein im Bereich von Verladung und Logistik im Mittelpunkt“, betont Dr. Andreas Gruchow, Vorstand der Deutschen Messe AG.

Verkehrsträger Bahn und Schiff haben hohen ökologischen Anspruch

Das starke Wachstum der osteuropäischen Märkte stellt die zentraleuropäischen See- und Binnenhäfen vor neue Herausforderungen. Bedeutende Seeverkehrsrelationen und kontinentaleuropäische Güterströme wandeln sich aktuell infolge des Wachstums. Jetzt kommt es darauf an, die im zentraleuropäischen Hinterlandverkehr erreichten ökologischen Standards auch in den neuen Transportrelationen zu halten. Dies kann erreicht werden, indem vornehmlich umweltfreundliche Verkehrsträger wie Bahn, Binnenschiff, aber auch die Fluss-See-Schifffahrt eingesetzt werden.

Die Verkehrssysteme Häfen, Wasserstraßen und Schiene haben einen hohen ökologischen Anspruch. Gegenwärtige Aufgaben bestehen darin, dies zu verdeutlichen, die transeuropäischen Infrastrukturnetze weiter auszubauen und schwefelarme Schiffskraftstoffe in der Nord- und Ostsee ab 2015 einzuführen. Um diese Themen wird es in den Vorträgen und Podiumsdiskussionen während des Internationalen Cemat-Hafenforums 2014 gehen.

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