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Verladung Andocken am Hallentor in geordneter Reihenfolge

| Autor / Redakteur: Bernd Maienschein / Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein

Das Textilunternehmen Mewa hat 15 Mio. Euro in seine Produktionshalle in Lauenburg investiert. Moderne Tor- und Schleusentechnik verbessert dort die Energieeffizienz. Zur Absicherung der Ladebrücken verlässt sich Mewa auf Dock Control von Hörmann als Zentrale einer umfassenden Sicherheitsausstattung.

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Bei Mewa in Lauenburg meldet das Tor der Steuerungselektronik, wenn es vollständig geöffnet ist und die Verladebrücke auf dem Lkw abgesetzt werden kann. (Bild: Hörmann)
Bei Mewa in Lauenburg meldet das Tor der Steuerungselektronik, wenn es vollständig geöffnet ist und die Verladebrücke auf dem Lkw abgesetzt werden kann. (Bild: Hörmann)

Weben, waschen und ersetzen ist das Urmotto von Mewa. Das Unternehmen wäscht jedes Jahr rund 783 Mio. Mehrweg-Industrieputztücher und reinigt sie dabei von Ölen, Fetten und Spänen. Mit der 2011 in Betrieb genommenen 5500-m2-Produktionshalle in Lauenburg expandiert Mewa in Schleswig-Holstein. Der Verladetechnikspezialist Hörmann hat das Projekt im Bereich der Verladetechnik begleitet und mit moderner Tor- und Schleusentechnik die Energieeffizienz in der Produktionshalle verbessert.

Getreu dem Unternehmensmotto, dass bei Mewa Umweltinvestitionen gleichberechtigt zu Expansionsinvestitionen sind, hat der Textildienstleister in seiner Lauenburger Produktionshalle die Hörmann-Verladetechnik in das Gebäude hineingezogen – denn das spart Energie ein. Den Abschluss nach außen bilden gedämmte SPU-40-Industrie-Sektionaltore mit Verglasungsrahmen und großzügig dimensionierten Fensterelementen, um gute Sicht auf die Verladestelle zu gewähren und damit zur Betriebssicherheit beizutragen.

Parallel zum eigenen Lieferverkehr zu den direkten Kunden von Mewa Lauenburg werden von Lauenburg aus Shuttle-Transporte zwischen den umliegenden Mewa-Gesellschaften abgewickelt. Die Lkw liefern dabei über die acht Tore des Neubaus schmutzige Textilien in speziell entwickelten Rollcontainern zur Reinigung an und nehmen die frisch gewaschenen Putztücher wieder mit zurück in die regionalen Vertretungen. Der Betrieb in Lauenburg versorgt etwa 9000 Unternehmen in Norddeutschland.

Damit das steigende Lkw-Aufkommen nicht auf Kosten der Sicherheit geht, kommt in Lauenburg Hörmann Dock Control zum Einsatz. Kennzeichnend für diese Innovation sind drei Elemente: ein Entfernungsmesser im Andockpuffer, Radkeil und Verladebrücke mit Sensoren sowie eine speziell für diese Anwendung zugeschnittene Steuerungseinheit. Dock Control erleichtert grundsätzlich das Andocken, indem es Abläufe regelt, dabei unsichere Handlungen blockiert und Mitarbeiter vor drohenden Gefahren warnt.

Die vom Steinhagener Verladetechnikspezialisten entwickelte Steuerungselektronik erlaubt nur eine sichere Reihenfolge der Arbeitsschritte. Fahrer können die Transportcontainer mit den verschmutzten Putzlappen erst dann entladen, wenn die Ladebrücke sicher auf der Ladefläche aufliegt. Ein Sensor im Andockpuffer misst den Abstand zum Lkw, steuert eine Ampelanlage und erleichtert so das unfallfreie Andocken. „Rot“ signalisiert dem Lkw-Fahrer, dass die optimale Position erreicht ist. Im Inneren signalisiert „Grün“, dass mit dem Verladen begonnen werden kann. Der sensorbehaftete Radkeil sendet sein Freigabesignal über eine robuste Kabelverbindung an die Steuerung. Erst dann lässt sich das Sektionaltor öffnen – das mindert die Absturzgefahr für Personen und Flurförderzeuge.

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