Getriebebau Nord

Antriebshersteller führt Motor und Elektronik zusammen

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In jedem Fall sind bei Krananwendungen folgende Funktionen unverzichtbar für den kontinuierlichen und sicheren Transportablauf: ruhiges Verfahren, hohes Anlaufmoment, gleichmäßiger Lauf sowie Synchronlauf bei Fahrantrieben und hohe Positioniergenauigkeit.

Bei Fahrantrieben (horizontal) sowie bei Hubantrieben (vertikal) muss eine Anpassung an die jeweiligen Gegebenheiten bedacht werden – egal, ob es sich um einen Hallenkran oder einen Portalkran, zum Beispiel im Schiffbau, handelt. Beim Einsatz im Außenbereich kommen zudem noch andere entscheidende Faktoren zum Tragen.

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Spezielles Antriebskonzept für riesigen Werft-Portalkran

Beim Aufbau eines der weltgrößten Werft-Portalkrane, des „Goliath“ in Dänemark, erarbeitete Nord unter Einbeziehung aller erforderlichen Parameter ein regelungstechnisch ausgereiftes Antriebskonzept. Insgesamt 68 Nord-Kegelstirnrad-Getriebemotoren sind im Einsatz. Die Fahrantriebe des Werftkrans — er hat eine Tragkraft von 100 t — gewährleisten einen präzisen Geradeauslauf.

Ermöglicht wird dies durch Drehzahlrückführung mit Inkrementalgeber. Im Hubwerk des Krans sorgen geregelte Gleichstromantriebe und in allen Katzfahrwerken vom Nord-Frequenzumrichter SK 700E gespeiste Drehstrom-Asynchronmotoren für eine stufenlose und ruckfreie Geschwindigkeitsregelung. Zusammen mit der permanenten Überwachung der Bremsen durch Mikroschalter wird damit eine hohe Positioniergenauigkeit und Anlagensicherheit erreicht.

Ein reibungsloser, wartungsarmer Betrieb ist auch beim Transtainerkran auf dem Skandinavienkai in Travemünde zu finden. Die Güterexpansion aufgrund der EU-Erweiterung führte zum fortlaufenden Ausbau des Skandinavienkais. Als Drehscheibe für alle Ladungsarten, die hier auf Lkw, Trailern, in Containern und in Wechselbrücken transportiert werden, sind Krane mit einer Traglast von 56 t mit insgesamt 60 Nord-Antrieben im Einsatz.

Dezentrale Antriebstechnik bei Bahnen und Förderbändern gefragt

Wo Transportanlagen arbeiten, die oftmals weite Strecken überbrücken und verschiedene Produktionsbereiche miteinander verknüpfen, ist insbesondere bei Bahnen und Förderbändern geeignete dezentrale Antriebstechnik gefragt. In diesem Fall ist der Nordac trio SK300E ein direkt auf dem Motor aufgebauter Frequenzumrichter mit vollwertiger Steuer- und Parametrierfunktion. Die integrierte Bauform macht abgeschirmte Motorkabel überflüssig und garantiert so die einfache Einhaltung der gängigen EMV-Normen.

Der Frequenzumrichter im IP66-Gehäuse mit integriertem Kühlkörper arbeitet in einem Temperaturbereich von −10 bis 50 °C und verfügt ab Werk über thermischen Motorvollschutz. Der leistungsfähige integrierte Brems-Chopper und die elektronische Ansteuereinheit für eine elektromagnetische Bremse machen ihn selbst für sensible Hubwerksfunktionen geeignet.

Mit einem Anlaufdrehmoment bis zu 400% und einer typischen Überlastbarkeit von 200% für 5 s ist er äußerst robust. Die Ausrüstung mit modularen I/O-Modulen sowie Schnittstellen zur Integration in Feldbussysteme wird nach Bedarf vorgenommen und kann jederzeit angepasst und erweitert werden.

Dipl.-Ing. Bernd Klimek leitet die Pressearbeit bei der Getriebebau Nord GmbH & Co. KG in 22941 Bargteheide.

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