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Enterprise Mobility Management Apps sinnvoll verwalten

Autor / Redakteur: Stefan Mennecke / Simone Käfer

Besserer Kundenservice, weniger Kosten und höhere Produktivität gehören zu den Vorteilen mobiler Geräte und Apps. Doch bringen sie auch mehr Komplexität sowie Risiko und Schwierigkeiten für das IT-Team. EMM-Systeme sollen Transparenz, Kontrolle und Zuverlässigkeit der Geräte und Apps verbessern.

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DPD Deutschland nutzt das EMM „SOTI MobiControl” unter anderem wegen des zentralen Managements aller im Einsatz befindlichen mobilen Geräte.
DPD Deutschland nutzt das EMM „SOTI MobiControl” unter anderem wegen des zentralen Managements aller im Einsatz befindlichen mobilen Geräte.
(Bild: ©:WavebreakMediaMicro - stock.adobe.com)

Mobile Technik ist seit über 20 Jahren in Transport und Logistik unverzichtbar, auch wenn sie Herausforderungen für die IT-Abteilungen mit sich bringt. Wichtig ist, die wesentlichen Bestandteile, wie drahtlose Netzwerke, Mitarbeiter und Dienste für den lokalen und großflächigen Einsatz von Apps sowie mobiler Geräte, auf die jeweilige Aufgabe hin passend zu verwalten. Angesichts der Anforderungen an die Spezifikation, Bereitstellung und den laufenden Betrieb all dieser Elemente, hängt der Erfolg in hohem Maße von Enterprise-Mobility-Management-(EMM-)Lösungen ab. Das Internet der Dinge (IoT) brachte zusätzliche Bausteine, wie integrierte intelligente Geräte, die wichtige Funktionen ohne direkte Einbeziehung von Mitarbeitern bereitstellen. So helfen eine automatische Paketverfolgung und eine Logistiküberwachung sicherzustellen, dass der richtige Artikel zum richtigen Zeitpunkt am richtigen Ort verfügbar ist. Investitionen in das IoT führen mit EMM zu höherer Produktivität, Betriebseffizienz und aussagekräftigen Renditen.

Umsatzverlust durch Geräteausfall

Zuverlässige Geräte und ihre garantierte Verfügbarkeit sind dabei unabdingbar. Da Unternehmen Mobilität zunehmend als wesentliches Geschäftsinstrument einsetzen, werden Ausfallzeiten von Notebooks, Smartphones und Tablets sowie anderer IoT-Geräte und Betriebssysteme zum Problem. Denn dann können Anbieter Lieferungen versäumen, Kunden verärgern, Verstöße gegen gesetzliche Bestimmungen riskieren und letztendlich Umsatz- und Gewinnchancen verpassen. Sowohl traditionelle mobile Endpunkte als auch IoT-Geräte erfordern EMM-Funktionen, die Zuverlässigkeit, Leistung, Effizienz und Sicherheit gewährleisten. Die Kernziele von EMM sollten Transparenz, Kontrolle und verbesserte Zuverlässigkeit sein, damit die Lösungen für alle Beteiligten optimiert werden – vom Personal im Lager und auf der Laderampe über die Fahrer bis hin zu den Kunden.

Profile einrichten und Pflegen schützt vor unerlaubten Zugriffen

Um die Menge an Mobilgeräten, wie sie in einem Unternehmen üblich ist, zu optimieren, ist eine breite Palette von EMM-Funktionen erforderlich, einschließlich automatisierter App-Installation, kontinuierlicher App-Verwaltung und Geräteupdates. Auch ein vereinfachtes „On-boarding“, beispielsweise über einen simplen Barcode-Scan oder eine NFC-Funktion, ist wichtig. Die Verteilung und Lizenzierung von Apps können Anwender durch eine Integration in Softwareverwaltungslösungen nach Bedarf bestimmen. Werden unterschiedliche Profile eingerichtet und gepflegt, schützen rollenbasierte Nutzerfunktionen je nach Nutzerklasse, wie Manager, Stockwerk oder Hafenpersonal, und nach geografischer Lage vor unerlaubten internen Zugriffen.

Mitarbeiter in verschiedenen Positionen benötigen unterschiedliche Funktionen und Informationen. Eine Verteilung und Lizenzierung von Apps können Anwender durch eine Integration in Softwareverwaltungslösungen nach Bedarf bestimmen.
Mitarbeiter in verschiedenen Positionen benötigen unterschiedliche Funktionen und Informationen. Eine Verteilung und Lizenzierung von Apps können Anwender durch eine Integration in Softwareverwaltungslösungen nach Bedarf bestimmen.
(Bild: Soti)

Da in der Transport- und Logistikbranche üblicherweise an verteilten Standorten gearbeitet wird, ist es wichtig, dass Nutzer Zugriff auf den benötigten Support erhalten, bevor produktivitätsbeeinträchtigende Probleme auftreten. Das bedeutet, dass der Helpdesk und andere autorisierte Supportmitarbeiter remote auf ein bestimmtes Gerät zugreifen können, also von der Ferne aus, um

  • bei Bedarf die Steuerung zu übernehmen,
  • Dateisynchronisierungen durchzuführen,
  • den Chat mit Nutzern zu aktivieren oder
  • die Remote-Konfiguration und -Reparatur zu starten.

Im Sinne von Informationssicherheit und einer fortwährenden Integrität des Betriebs muss sichergestellt sein, dass sich nur gewünschter Datenverkehr im Netzwerk befindet und dass bestimmte Nutzerberechtigungen den Handlungsspielraum für einzelne Geräte einschränken. Eine sichere Verwaltung von Dateien und Dokumenten ist dabei von Bedeutung.

Die Transparenz des Echtzeit-Managements hängt von der Erfassung und Auswertung der Betriebsdaten ab. Dazu gehören Echtzeitdaten, die von Mitarbeitern und dem Management während des gesamten Betriebs gesammelt werden, sowie erweiterte Funktionen wie drahtloses Geo-Fencing, mit dem sich bewegende Objekte getrackt werden können, beispielsweise Personen oder Lastwägen.

Während der Fahrt ist das mobile Gerät gesperrt

Das Transport- und Logistikwesen ist eine stark regulierte Branche, daher müssen EMM-Lösungen alle Compliance-Anforderungen erfüllen – einschließlich der DSGVO. Dies beinhaltet die Sicherstellung der Qualität von Versandpapieren und die Einhaltung aller Zollbestimmungen sowie anderer Anforderungen bestimmter Einstellungen. Darüber hinaus kann EMM verwendet werden, um die physische Sicherheit zu erhöhen, indem eine Gerätesperre erzwungen wird, während sich das Fahrzeug bewegt. Eine mögliche Ablenkung des Fahrers wird somit verringert und die Haftung minimiert.

Ein mögliches EMM ist die „SOTI MobiControl”. Für DPD Deutschland war das zentrale Management aller im Einsatz befindlichen mobilen Geräte ein wesentlicher Grund, sich für dieses EMM zu entscheiden. Seit dem Jahr 2015 ermöglicht die EMM-Lösung dem Paketdienstleister einen zentralen Einblick sowie eine umfassende Verwaltung sämtlicher Devices über alle Depots hinweg. Das Unternehmen ist dadurch in der Lage, 12.000 Geräte, die täglich von Mitarbeitern sowohl bei Auslieferungen als auch in den 78 Depots genutzt werden, nicht nur zu verwalten, sondern auch Updates für die DPD-eigene Auftragsbearbeitungs-Software einzuspielen oder Geräte aus der Ferne zu warten. ■

* Stefan Mennecke ist Vice President Sales Central & Eastern Europe bei Soti in 20355 Hamburg, Tel. (40 30) 6 98 85 00, sales.de@soti.net

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