Supply-Chain-Planung APS-Software für umfangreiche Datenvolumina optimiert

Redakteur: Jürgen Schreier

Die auf Supply Chain Management spezialisierte Wassermann AG hat Version 3.5 der Advanced-Planning- and -Scheduling(APS)-Software Way-RTS (Real-Time Simulation) veröffentlicht. Mit diesem Release soll die Performance des In-Memory-Systems Way-RTS für Einsatzfelder mit umfangreichem Datenvolumen weiter optimiert werden.

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Mit dem Supply Chain Navigator von Way-RTS 3.5 ist es nun möglich, komplette Teilnetze von Komponenten zu aggregieren und nach Bedarf auf- oder zuzuklappen
Mit dem Supply Chain Navigator von Way-RTS 3.5 ist es nun möglich, komplette Teilnetze von Komponenten zu aggregieren und nach Bedarf auf- oder zuzuklappen
(Bild: Wassermann)

Angaben von Wassermann zufolge steht neben Erweiterungen des Terminierungsmodells, differenzierteren Abbildungsmöglichkeiten für Netzpläne und dem Ausbau von Analyse- und Reporting-Funktionalitäten eine Steigerung der Interaktivität im Fokus. Planer erhalten durch erweiterte Selektions- und Filtermöglichkeiten noch schneller die situativ erforderlichen Informationen.

Stufenloser Perspektivwechsel zwischen Gesamtbild und Detailsicht erleichtert zielsicheres Planen

„Der effektive Nutzen einer APS-Software hängt wesentlich von der Transparenz der Darstellung und von der Fähigkeit ab, das gesamte Planungsbild im Hauptspeicher vorhalten und in Echtzeit bearbeiten zu können. Wie beim Blick eines Autofahrers durch eine Windschutzscheibe mit Head-Up-Display ermöglicht Way-RTS durch den stufenlosen Perspektivwechsel zwischen Gesamtbild und Detailsicht ein zielsicheres und effizientes Agieren der Planer“, erläutert Dr. Jochen Gläßer, Leiter Produktmanagement bei der Wassermann AG. Durch die intelligente Vernetzung und transparente Aufbereitung von Daten aus unterschiedlichsten betrieblichen Informationssystemen verschaffe die Software den erforderlichen Überblick entlang der Supply Chain. Way-RTS biete ferner ausgereifte Filterfunktionen für eine systematische Kontrolle und den direkten interaktiven Zugriff in komplexen Auftragsnetzen, heißt es. Details, die nicht zur aktuellen Fragestellung und Lösungsfindung beitrügen, würden systematisch ausgeblendet.

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Erweiterungen für Supply Chain Navigator und Planning Center

Der Supply Chain Navigator, das Werkzeug zur Visualisierung und interaktiven Bearbeitung von Auftragsnetzen, bietet laut Hersteller jetzt die Möglichkeit, komplette Teilnetze von Komponenten nach Bedarf aggregiert oder expandiert darzustellen. Damit können umfangreichere Netzwerke transparenter und griffiger gehandhabt werden.

Das Planning Center unterstützt unterschiedlichste Planungsmodi von der Feinplanung bis zur Projektsicht, deren gemeinsames Merkmal die chronologische Darstellung von Abläufen und Belastungen entlang einer gegliederten Zeitleiste ist. In Way-RTS 3.5 wird diese Zeitleiste zum interaktiven Element: Per Drag-and-Drop können Zeitabschnitte anvisiert und Vorgänge nach Zeitbezug selektiert oder gefiltert werden. So lässt sich beispielsweise interaktiv ermitteln, welche Arbeitsvorgänge terminlich von einer Betriebsruhe oder erforderlichen Wartungsarbeiten betroffen sind.

Individuelle Farbschemas für Belastungen und Vorgänge

Als Schlüsselwerkzeug für die kapazitive Harmonisierung sieht Wassermann das Planning Center, das periodische Belastungsprofile, diskrete Vorgangsgrafiken und Detailinformationen in Listenform synchronisiert. Belastungsspitzen oder Optimierungspotenziale könnten dadurch auf einen Blick erfasst werden.

Farbunterscheidungen von Belastungen und Vorgängen nach Auftragstyp oder Auftragsstatus haben sich hier bewährt. In Way-RTS 3.5 kann der Anwender jetzt eigene Farbschemas zuordnen, um Belastungen und Vorgänge flexibel und individuell zu klassifizieren. Dabei können auch Kriterien eines Kundenauftrags, etwa die Auftragswahrscheinlichkeit oder das Marktsegment, auf alle Elemente seines Auftragsnetzes übertragen werden. Das hilft unter anderem, um bei kapazitiven Engpässen die Dringlichkeit einer Reaktion und die Auswahl von angemessenen Gegenmaßnahmen wie Überstunden, Sonderschichten oder Terminanpassungen zu beurteilen.

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