Logistik Automatik liegt bei Logistik im Trend

Autor / Redakteur: Franz Bauer-Kieslinger / Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein

Große Distributionszentren aus den Bereichen Lebensmittelhandel und Konsumgüterindustrie setzen verstärkt auf automatisierte Kommissionierlösungen. Effizienz, Wirtschaftlichkeit, Flexibilität und enorme Kommissionierleistungen bei höchster Kommissioniersicherheit sind ausschlaggebend, um den hohen Liefer- und Qualitätsstandards dieser Branchen gerecht zu werden.

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Ausgehend von manuellen Kommissionierlösungen wie Funk, Pick by Voice oder Pick by Light geht der Trend zu Hybridsystemen, in denen sowohl automatische wie auch manuelle Kommissioniertechniken je nach Sortiment und Artikelstruktur parallel eingesetzt werden können.

Salomon Automation und Mercury mit neuem Kommissionierverfahren

Salomon Automation hat diesen Trend aufgegriffen und mit Mercury ein Kommissionierverfahren entwickelt und auf den Markt gebracht, das im Bereich der Kommissionierung neue Maßstäbe setzt: automatisches Kommissionieren bei gleichzeitig hoher Investitionssicherheit und außergewöhnlicher Flexibilität im Verpackungsformat der zu liefernden Produkte.

Für den Einsatz der automatischen Kommissionierlösung Mercury sprechen vor allem Marktanforderungen, Kundenbedürfnisse und Qualitätsmerkmale wie:

  • Reduzierung der Logistikkosten – Reduktion der Kollikosten
  • steigende Artikelzahlen bei geringeren Losgrößen
  • Anpassung an EU-Regelungen, wie zum Beispiel MHD, Chargenverfolgung oder
  • minimale physiologische Belastung der Lagermitarbeiter
  • manuelle und automatische Kommissionierung im Parallelbetrieb
  • höchste Kommissioniersicherheit – de facto „Null-Fehler-Kommissionierung“
  • höchste Flexibilität hinsichtlich Artikelanzahl und Kolliformat
  • modularer Aufbau: Erweiterung im laufenden Betrieb und Ausweitung auf weitere Sortimente jederzeit möglich
  • Betriebssicherheit durch getestete und bewährte Komponenten und Techniken
  • Steuerung und Kontrolle durch einfache, effiziente und transparente Logistikprozesse.

Funktion und Aufbau des Mercury-Kommissioniersystems

Mercury ermöglicht eine stufenweise Automatisierung der Kommissioniertätigkeit und vereint automatische Komponenten für jene Artikel, bei denen aufgrund ihres Packformats keinerlei manuelle Eingriffe erforderlich sind, mit halbautomatischen Komponenten, die ein rationelles Zusammenwirken von Kommissionierer und Anlage und damit eine Optimierung der Kommissionierleistung ermöglichen. Gleichzeitig wird damit ein ergonomisch optimales Arbeitsumfeld für die Lagermitarbeiter geschaffen.

Das Mercury-Verfahren berücksichtigt den gesamten Materialfluss und die Prozesse im Lager. Es baut auf Systemkomponenten auf, deren einfache und übersichtliche Prozessintegration eine bedienerfreundliche und leistungsstarke Lösung bilden, mit der Kommissionierabläufe optimiert und damit Kommissionierkosten wesentlich reduziert werden können.

Zu den zentralen Systemkomponenten des Mercury-Verfahrens zählen die automatische Depalettierung, automatische Konsolidierung und Palettierung. Die zentrale maschinenbauliche Einheit im Mercury-System ist der Konsolidierungspuffer. Nach definierten Regeln – beispielsweise Packreihenfolge, Sortimentstrennung – werden in diesem Puffer die Kundenaufträge zusammengestellt. Der Konsolidierungspuffer besteht aus einem konventionellen Regalsystem, in dem die Lieferpositionen der Aufträge kolliweise sortiert und nach sortimentsabhängigen Kriterien von Regalbediengeräten eingelagert werden.

Kommissionieren wird automatisiert

Die Auslagerung eines Auftrags oder Teilauftrags – Volumen eines Rollcontainers, Volumen einer Palette – übernimmt ein eigens dafür entwickeltes, leistungsstarkes Entnahmegerät, das die Kolli in sortierter Reihenfolge über eine einfache Fördertechnik den Packstationen zuführt. Aufbauend auf diesen zentralen logistischen Funktionen – sortierte und automatische Auftragsbildung – ermöglicht das Mercury-System/Verfahren die stufenweise Automatisierung der Kommissioniertätigkeit, wobei Umfang und Wirtschaftlichkeit optimal aufeinander abgestimmt werden.

Beginnend mit der klassischen Kommissioniermethode (erste Stufe) und der automatischen Auftragsbildung im Mercury-Verfahren (zweite Stufe) bis hin zu automatischen Systemlösungen mit automatischer Depalettierung, einem automatischen Reservelager für Paletten und Lagen und der Palettierung der Kundenaufträge erstrecken sich die Möglichkeiten der Automatisierung. Durch den modularen Aufbau des Systems können auch im laufenden Betrieb Erweiterungen einfach realisiert werden. Die Einfachheit der Prozesse ist durch die leichte Steuerbarkeit und Kontrollierbarkeit des Gesamtsystems gewährleistet.

Innovation und Leistung kennzeichnen das Kommissionier-System

Die automatische Kommissionierlösung Mercury sowie das zu Grunde liegende Kommissionierverfahren erlauben jedoch auf wirtschaftliche, hocheffiziente Weise die Kommissionierung eines sehr breiten Artikelsortimentes mit überdurchschnittlich hohen Leistungen. Mit Mercury können bis zu 95% der Artikelsortimente der definierten Branchen mit höchster Kommissioniersicherheit – de facto Null-Fehler-Kommissionierung – abgedeckt werden.

Ein weiterer Vorteil des Mercury-Systems ist der modulare Aufbau. Im laufenden Betrieb können Erweiterungen und Ausweitungen auf weitere Sortimente einfach realisiert werden. Die Einfachheit der Prozesse ist durch die leichte Steuerbarkeit und Kontrollierbarkeit des Gesamtsystems gewährleistet. Die Steuerung und Integration sämtlicher Systemkomponenten in die logistischen Gesamtprozesse erfolgt über das Wamas-Lagermanagementsystem.

Der Einsatz von bewährten und getesteten Komponenten und Technologien gewährleistet eine hohe Betriebssicherheit. Im Vergleich von Mercury mit den klassischen manuellen Kommissionierverfahren und -methoden können bis zu zwei Drittel der Mitarbeiter eingespart werden.

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Franz Bauer-Kieslinger ist Geschäftsführer bei der Salomon Automation GmbH, A-8114 Friesach bei Graz.

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