Produktkennzeichnung Automatische autarke Etikettieranlage für Bremsventile

Autor / Redakteur: Jens Müller / Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein

Bei Kraftfahrzeug-Bremsventilen gelten klare Anforderungen bezüglich ihrer Zuverlässigkeit und Produktkennzeichnung. Zur typ- und serienspezifischen Kennzeichnung wurde eine Automatisierungslösung mit gedruckten Etiketten entwickelt, die als Typenschilder fungieren.

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Kundenspezifische Schwenkvorrichtung (Festo) mit pneumatischem Etiketten-Applikator. Bild: Brady
Kundenspezifische Schwenkvorrichtung (Festo) mit pneumatischem Etiketten-Applikator. Bild: Brady
( Archiv: Vogel Business Media )

Bremsventile für Kraftfahrzeuge sind sicherheitsrelevante Komponenten ihrer Bremssysteme. Obwohl sie in Großserien gefertigt werden, gelten stringente Anforderungen hinsichtlich Zuverlässigkeit und Produktkennzeichnung. Im vorliegenden Fall war äußerste Prozess-Sicherheit gefordert: Drucken und Applizieren der als Typenschilder fungierenden Etiketten sollten als autarker Prozess auf einer bestehenden Fertigungslinie implementiert werden.

Etikettierautomat in bestehende Fertigungs- und Prüflinie eingegliedert

Die automatische Etikettierung anstelle der bisherigen manuellen Applikation gestaltete sich schwierig, weil der Zugriff räumlich beschränkt ist und das Werkstück eine gewölbte Oberfläche aufweist. Dazu entwickelte Brady eine spezifische Kundenlösung.

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Zur typ- und serienspezifischen Kennzeichnung von Bremsventilen — mit durchgehender Seriennummervergabe — wurde von Knorr Bremse AG, dem Weltmarktführer für Bremssysteme in Schienen- und Nutzfahrzeugen, eine Lösung für ein komplexes Teilproblem verlangt: Automatisierung der Kennzeichnung von Bremsventilen mit gedruckten Etiketten, die als Typenschilder fungieren. Der Auftrag für diese Sonderentwicklung ging an die Firma Brady Europe, die sich im industriellen Bereich mit maßgeschneiderten Sonderlösungen für die Produktkennzeichnung profiliert hat.

Der Etikettierautomat für Knorr Bremse sollte in eine bestehende Fertigungs- und Prüflinie eingegliedert werden, die in ihrer Grundstruktur nicht verändert werden sollte (Bild 1). Bisher wurden die Etiketten am Ende der Fertigungslinie von Hand aufgebracht. Dies sollte zur erhöhten Prozess- und Produktsicherheit auf eine automatische Lösung umgestellt werden (Bild 2), die autark neben der übergeordneten Steuerung (Siemens-SPS) arbeitet.

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