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Automatische autarke Etikettieranlage für Bremsventile

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Der aktuelle Lösungsansatz basiert darauf, dass die Ablaufsignalisierung aller Sondermaschinen in der Fertigungslinie – im Unterschied zu den standardisierten Schnittstellen der Elektronikfertigung mit dezentralen Handshake-Signalen von Station zu Station – hier zentral von der Siemens-SPS übernommen wird. In diesen Ablauf sollte nicht eingegriffen werden. Lediglich das Hinzufügen der automatischen Etikettierstation war vom Kunden zugelassen.

„Schlechte“ Bremsventile erhalten kein Etikett

Auf der bestehenden Linie werden mehr als 20 unterschiedliche Typen von Bremsventilen gefertigt, für unterschiedliche Fahrzeuge und Abnehmer. Die Losgrößen erfordern (bei drei Schichten) zwei bis drei Wechsel in der Etikettierung pro Tag. Die Wechsel werden von der übergeordneten Steuerung – wegen der Bedingung der Prozesssicherheit — nicht an den Etikettierautomaten gemeldet.

Die bei Brady erarbeitete Bereitstellung der notwendigen Werkstück-Information bezieht die Kennung des jeweils zur Etikettierung anstehenden Werkstücks von einem in der Linie vorausgehenden Prüfautomaten. Auch das Gut-schlecht-Kriterium gehört dazu: „Schlechte“ Bremsventile sollen kein Etikett erhalten, um sie am Ende der Linie per visueller Kontrolle auszumustern. Diese erst während der Entwicklung von Brady erarbeitete Lösung, sagt Krug, wird somit integraler Teil der Anlage.

RFID-Speicherchip stellt Werkstück-Information bereit

Zur Bereitstellung der Werkstück-Information wird ein RFID-Speicherchip, der in jeden Werkstückträger integriert ist, genutzt. Dessen Daten werden vom Prüfautomaten vor dem Etikettierer eingeschrieben und an der Etikettierstation ausgewertet. Dazu ist dem von Brady eingesetzten Drucker (CAB Hermes A4R) ein bauseitig gestellter RFID-Chipkartenleser von Pepperl & Fuchs zugeordnet (Bild 3). Das Lesegerät stellt keine besonderen Anforderungen hinsichtlich Miniaturisierung, es kommuniziert über eine serielle Schnittstelle (RS232) mit dem Drucker.

Zum Aufbringen des Etiketts wird der Werkstückträger angehalten und das Bremsventil herausgehoben – während das Band weiterfährt. Dies ist eine relativ einfache, von der übergeordneten Steuerung absolvierte Funktion. Befindet sich ein Bremsventil im Werkstückträger, wird der RFID-Chip gelesen und geprüft, ob wirklich neue Daten vorliegen oder ob aus irgendeinem Grunde bereits gelesene Daten erscheinen. In einem solchen Fall darf kein Etikett gedruckt und appliziert werden, um mehrfache Seriennummern zu vermeiden.

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