Bildverarbeitung

Automatisierte Verpackungsprüfung für die Pharmaindustrie

| Redakteur: Gary Huck

Mit seinen Bildverarbeitungslösungen will EVT die Verpackungsprüfung für die Pharmaindstrie erleichtern.
Mit seinen Bildverarbeitungslösungen will EVT die Verpackungsprüfung für die Pharmaindstrie erleichtern. (Bild: EVT)

Eye Vision Technology (EVT) bietet mit „EyeVision“ Bildverarbeitungs-Soft- und Hardwarelösungen an, die Pharmaunternehmen dabei unterstützen sollen, neue EU-Richtlinien zum Arzneimittelhandel umzusetzen.

Nach Schätzungen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) werden weltweit mindestens 10 % aller Medikamente widerrechtlich hergestellt und verkauft. Um dagegen vorzugehen, verabschiedete die EU am 9. Februar 2019 zwei neue Richtlinien. Nach Angaben von EVT muss die Verpackung verschreibungspflichtiger Medikamente einen 2D-Barcode aufgedruckt haben, der Seriennummer, Produktcode, Chargennummer und das Verfallsdatumenthält. Außerdem muss jede Packung mit einem „Tamper-Evident-Verschluss“ versiegelt werden.

Um Pharmaunternehmen bei der Umsetzung der neuen Regelungen zu unterstützen, bietet EVT unterschiedliche Produkte zur Bildverarbeitung an. Laut dem IT-Spezialisten können seine „EyeVision“-Lösungen Verpackungen und Versiegelungen während der Produktion optisch kontrollieren. Dazu gehört das Lesen und Verifizieren von Codes, Klarschrifterkennung (OCR), Klarschriftüberpüfung (OCV) sowie Anwesenheits-, Positions- und Farbkontrolle.

Das „EyeVision“-System kann zwischen verschiedenen Verpackungslinien umgeschaltet werden.
Das „EyeVision“-System kann zwischen verschiedenen Verpackungslinien umgeschaltet werden. (Bild: EVT)

Die Software kann auf verschiedene Verpackungsanlagen umgeschaltet werden. Laut Eye Vision Technology ist dazu nur das einmalige Scannen des Produktcodes notwendig. „EyeVision“ soll die gesammelten Daten auch auswerten. Die DMC- und QR-Codes werden eingelesen, OCR- und OCV-Befehle überprüfen die Klarschrift auf Richtigkeit und Lesbarkeit, Blob- und Mustervergleiche verifizieren die Siegel der Packungen. Fehlerhafte Verpackungen werden nach eigenen Angaben durch entsprechende Signale an die Steuerung ausgeschleust.

Bis zu 40 Medikamentenpackungen pro Sekunde

Um diese Prozesse durchführen zu können, sind neben Software- auch Hardwarelösungen notwendig. Laut Unternehmensinformationen setzt EVT dabei auf zwei „GigE“ oder USB 3.0 Kameras mit zwei bis vier Megapixel Auflösung sowie einer Bildrate von 50 bis 60 fps und endozentrischer Optik. EVT-Bildverarbeitungssysteme sollen bis zu 40 Medikamentenschachteln pro Sekunde überprüfen können. Die dafür nötige Rechenleistung will der IT-Spezialist mit dem „EyeVbox B2“ erreichen. Das System verfügt über einen Quad-Core-Prozessor mit 1,91 GHz, vier „GigE“-Ports mit Power-over-Ethernet-(PoE-)Support, zwei USB-Ports und einen RS232-Anschluss, heißt es von Unternehmensseite.

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Mit „EyeVision“ sollen auch unterschiedliche Kommunikationsprotokolle verwendet werden können. Unter anderem Profinet, Modbus und Ethernet-IP. Laut EVT kann über Linux der sogenannte „Profinet-Stack“ verwendet werden, der es dem User erlaubt, eine speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) von Siemens zu verwenden. Für Windows haben sich nach eigenen Angaben Profinet-Karten von Hilscher bewährt.

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