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Logistiksoftware Automatisierungslösungen für Handlingaufgaben

Autor: Sebastian Hofmann

Dynamik, Effizienz, Flexibilität und intuitive Bedienung – eine Anwendung, die all diese Eigenschaften in sich vereint, ist für die Handhabung von Produkten in der Logistik optimal geeignet. An zwei Maschinenmodellen zeigt Siemens, wie Unternehmen nach diesem Prinzip ihre Handlingaufgaben produktiver gestalten können.

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Das Multi-Carrier-System von Siemens kann je nach Kundenanforderung individuell zusammengestellt werden.
Das Multi-Carrier-System von Siemens kann je nach Kundenanforderung individuell zusammengestellt werden.
(Bild: Siemens AG/W.Geyer)

Die Vereinfachung und Optimierung von Handlingprozessen kann die Kosten von Intra- und Extralogistik wesentlich verringern und viele Arbeitsstunden sparen. Zunehmend rücken deshalb Automatisierungs- und Antriebslösungen für Handlingaufgaben in den Fokus der Branche. Unter anderem der deutsche Technologieanbieter Siemens arbeitet aus diesem Grund an der Entwicklung mehrerer Anwendungen für diesen Sektor: Konstruktions- und Simulationssoftware, intuitives Engineering, Handlingsysteme, Sicherheitstechnik und Lösungen für durchgängige und performante Kommunikation. Auf der diesjährigen internationalen Fachmesse Motek (vom 9. bis zum 12. Oktober in Stuttgart) hat das Unternehmen an mehreren Maschinen gezeigt, wie durch Digitalisierung Effizienz, Qualität und Produktivität bei Handlingaufgaben gesteigert werden können. Dabei ging der Münchner Entwickler unter anderem auf durchgängiges Maschinendesign, effizientes Engineering und die virtuelle Inbetriebnahme mit einem digitalen Zwilling ein. Ebenso sollte es um Anwendungen für optimierten Betrieb und Service sowie um das cloudbasierte offene IoT-Betriebssystem Mindsphere gehen.

Modell 1: Frühzeitige Analyse dank virtuellem Zwilling

Wie können Montageanlagen- und Sondermaschinenbauer frühzeitig erkennen, ob das geplante Produkt den Anforderungen eines Kunden genügt? Mit einer Softwarelösung für die virtuelle Inbetriebnahme von Maschinen will Siemens eine Antwort auf diese Frage geben. Laut Hersteller lässt sich das Maschinenprogramm damit bereits vor dem realen Start testen. Anwender könnten die Prüfung inklusive projektierter Achsen und Kinematiken mithilfe des Motion Controllers Simotion und der im Engineering integrierten Simulationssoftware Simosim durchführen, heißt es vom Hersteller. Das Maschinenverhalten wiederum könne mit der Simulationssoftware Simit nachgebildet werden. Für den Anwender visualisiert der Mechatronics Concept Designer (MCD) die Konstruktion und die Bewegungsabläufe in 3D. „Mögliche Kollissionen von Anlagenteilen können im Vorfeld festgestellt und vermieden werden“, erklären die Entwickler. „Konstrukteure und Inbetriebnehmer arbeiten von nun an parallel und erkennen Fehlverhalten bereits in der Konstruktionsphase.“ Das garantiere verkürzte Inbetriebnahmezeiten.

Modell 2: Flexibilität im Anlagen- und Maschinenbau erhöhen

Mit der Transportlösung Multi-Carrier-System will Siemens die Durchlaufzeiten von Montageanlagen erhöhen und gleichzeitig für eine Kosten- und Platz- ersparnis sorgen. „Die Auflösung der starren Verkettung herkömmlicher Transportstrecken schafft dabei neue Freiheiten und bietet maximale Dynamik“, unterstreicht der Hersteller. Bei dem konfigurierbaren Transportsystem bewegen sich die von Linearmotoren angetriebenen Transportwagen flexibel zu den einzelnen Aggregaten. Das System könne auf Basis der skalierbaren Motion-Control-Systeme wie Simatic, Simotion und Sinamics sowie mit verschiedenen Motoren, Carriern und Führungen erworben werden, erklärt Siemens. Auf der Motek wollte man zeigen, wie sich Linearbewegungen der Transportanwendung mit den dynamischen Pick-and-place-Bewegungen eines Deltapickers synchronisieren ließen.

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 Sebastian Hofmann

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Journalist, Vogel Communications Group