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CeBIT 2014: Research & Innovation Autonomer Roboterschwarm spürt verschollene Gegenstände auf

| Redakteur: Jürgen Schreier

Das Zeitalter der künstlichen Intelligenz ist auf der CeBIT 2014 zum Greifen nah: Zahlreiche Exponate im Themenbereich „Research & Innovation“ (Halle 9) zeigen, was morgen machbar sein wird. Zu den Highlights dürfte ein autonomer Unterwasser-Roboterschwarm gehören, bei dem 20 U-Boote miteinander kommunizieren und Entscheidungen treffen.

Thomas Schmickl und Ronald Thenius (v.l.) von der Universität Graz mit Roboter Lily.
Thomas Schmickl und Ronald Thenius (v.l.) von der Universität Graz mit Roboter Lily.
(Bild: Uni Graz)

Mit Spannung wird der momentan größte autonome Unterwasser-Roboterschwarm in Hannover erwartet: Die 20 U-Boote kommunizieren miteinander und treffen Entscheidungen. Inspirieren ließen sich die Forscher aus dem Artificial Life Lab der Karl-Franzens-Universität Graz (Stand C37), die mit vier weiteren Unis im EU-Projekt Cocoro (Collective Cognitive Robots) zusammenarbeiten, von sozialen Insekten wie Ameisen oder Bienen.

Dazu sind die Roboter ähnlich wie Tiere mit verschiedenen „Sinnen“ ausgestattet und kommunizieren mit „Blue-Light“, elektrischen Potenzialfeldern, Schall und Funk. Schon bald sollen solche Spezialflotten in Gewässern Giftmüll oder versunkene Gegenstände aufspüren, zum Beispiel verschollene Flugschreiber.

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Maschinenmenschen im Swiss Pavillion

Roboter spielen auch beim CeBIT-Auftritt des Deutschen Forschungszentrums für Künstliche Intelligenz (DFKI, F43) eine wichtige Rolle. Im Rahmen des Projekts iStruct – Intelligent Structures For Mobile Robots bringen die Forscher ihren affenähnlichen Roboter „Charlie“ nach Hannover. Er ist wie ein Mensch in der Lage, beim Balancieren auf einer Wippe abrupte Bewegungen auszugleichen.

Auch der Humanoid-Roboter aus dem Artificial Intelligence Lab der Universität Zürich ist auf der CeBIT zu Gast. Der Maschinenmensch besitzt künstliche Sehnen und Knochen. Zahlreiche Mini-Elektromotoren bewegen seine Glieder sanft wie Muskeln. Der Roboter kann auch winken, Hände drücken – und Emotionen zeigen:

So zwinkert Roboy fröhlich mit seinen blauen Augen, errötet aber auch, wenn er sich unwohl fühlt. Nach seinen Auftritten in China und den USA soll „Roboy“ im Swiss Pavilion (A28) auf spielerische Weise für ITK-Lösungen aus dem Alpenland werben.

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