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Beschaffung Bahn räumt BME-Innovationspreis ab

Während des 47. BME-Symposiums in Berlin haben Vertreter der Deutschen Bahn den „BME-Innovationspreis 2012“ entgegengenommen. Die DB erhielt den Preis für ihr ganzheitliches Change-Konzept im Konzerneinkauf.

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Der BME hat 2012 die Deutsche Bahn AG für ihr ganzheitliches Change-Konzept mit dem BME-Innovationspreis ausgezeichnet.
Der BME hat 2012 die Deutsche Bahn AG für ihr ganzheitliches Change-Konzept mit dem BME-Innovationspreis ausgezeichnet.
(Bild: BME)

Mit dem preiswürdigen „Programm zur Excellence“ gelang der Deutschen Bahn die Entwicklung von einem simplen Abwickler von Beschaffungsaufträgen zu einem gefragten Geschäftspartner mit klarer Kosten- und Ergebnisverantwortung, wie der BME schreibt. Dieses systematische Programm wurde 2007 aufgesetzt und im Frühjahr 2012 in wesentlichen Teilen abgeschlossen. Im Rahmen des Excellence-Programms galt es, wesentliche Instrumente und Methoden im Konzerneinkauf aufzubauen und mit innovativen Ansätzen zu verknüpfen.

Höhere Materialverfügbarkeit reduziert Instandhaltungsdauer

Dazu gehören ein durchgängiges Lieferantenmanagement und die Reduzierung der Kreditorenzahl bei gleichzeitiger Erhöhung der Stammdatenqualität. Ebenso umfasst das Programm regelmäßige Analysen von Benchmarks für Kosten und das Aufsetzen von Preisprognosen für den Konzern. Weiterhin wurden konzernweite Regeln eingeführt, um Einsparungen mit IT-Unterstützung bei der Beschaffung abzubilden. Auch die Anwendung von Auktionen und Spieltheorien in konkreten Vergaben gehört zum Maßnahmenpaket, ebenso die Einführung von formalisierten Qualitäts-Meilensteinen in allen relevanten Warengruppen.

Für die rund 900 Mitarbeiter wurden Karrierepfade und ein Qualifizierungsprogramm aufgesetzt. Das Gesamtkonzept habe Qualität und Zuverlässigkeit des Systems Bahn verbessert, wie es heißt. So werden zum Beispiel durch die signifikant gestiegene Materialverfügbarkeit die Zeiten für Instandhaltungsaufenthalte deutlich verkürzt. Der Ergebniseffekt des Programms liege bei mehr als 100 Mio. Euro. Der Konzerneinkauf hat weitere Entwicklungsschritte für die Zeiträume bis 2016 und bis 2020 formuliert.

Aus Kostenfaktor wird Partner mit Ergebnisbeitrag

„Mit diesem Programm haben wir einen wichtigen Rollenwandel für den Einkauf innerhalb der Bahn vollzogen. Der Einkauf wird nicht mehr als Kostenfaktor gesehen, sondern ist ein agierender Partner auf Augenhöhe mit Ergebnisbeitrag für den Konzern. Der Innovationspreis ist die Bestätigung eines erfolgreichen Prozesses. Die Auszeichnung macht uns stolz und ist zugleich Verpflichtung“, erklärt DB-Technik- und Infrastrukturvorstand Dr. Volker Kefer.

Dr. Jürgen Marquard, BME-Vorstandsvorsitzender und Jurysprecher: „Es ist der Bahn gelungen, einen tiefgreifenden Change-Management-Prozess erfolgreich über einen längeren Zeitraum hinweg dynamisch zu gestalten. Hierbei galt es nicht nur, Kostentreiber zu identifizieren, Lieferketten transparent zu machen, Lieferanten einzubinden und Nachhaltigkeit zu sichern. Die Jury hat zudem überzeugt, dass es einem so komplex strukturierten Konzern vorbildlich gelungen ist, die Mitarbeiter von der Notwendigkeit eines Transformationsprozesses zu überzeugen und sie durch entsprechende Maßnahmen für die modernen Anforderungen der Beschaffung fit zu machen.“

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