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Finanzierung Banker wollen Milliardenschatz der Logistik

| Redakteur: Robert Weber

Logistik und Wertschöpfungsketten rücken in den Fokus der großen Banken in Europa. Im Blickpunkt vor allem: die Supply-Chain-Finanzierung. Das größte Potenzial mit 230 Mrd. Euro liegt in Deutschland brach.

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(Bild: Nicolas Scheuer unter CC BY-SA 2.5, wikimedia.org)

Der Markt für grenzüberschreitende Supply-Chain-Finanzierung (SCF) britischer, französischer und deutscher Unternehmen (mit mehr als 500 Beschäftigten) wird auf über 460 Mrd. Euro geschätzt. Das geht aus Demicas neuester Studie hervor. Das größte Marktpotenzial bietet Deutschland (230 Mrd. Euro), gefolgt von Frankreich (125 Mrd. Euro) und Großbritannien (115 Mrd. Euro). Laut den für die Studie befragten Experten in europäischen Banken werden zurzeit nur 5 bis 10 % des Marktpotenzials grenzüberschreitender SCF erschlossen.

Schwache Lieferanten absichern

Der Open-Account-Trade, bei dem Waren nicht bei Lieferung, sondern binnen eines vereinbarten Zahlungsziels bezahlt werden, nimmt stetig zu. Zugleich wird die Absicherung strategischer, aber wirtschaftlich schwacher Zulieferer zu einer immer wichtigeren Angelegenheit für große Einkäufer. Die Befragten rechnen deshalb damit, dass grenzüberschreitende SCF-Programme in den kommenden Jahren durchschnittlich zweistellige Zuwachsraten verzeichnen dürften.

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