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Medizintechnik Barcode unterstützt lückenlose Produktdokumentation

| Autor / Redakteur: Kirsten Haubert / Kirsten Nähle

Mithilfe einer Software und von Barcodes lassen sich Daten von Medizinprodukten erfassen und archivieren. Zum Erstellen der hierfür benötigten Barcode- Etiketten werden Thermotransferdrucker verwendet. Das Health-Industry-Barcode-System (HIBC) bietet die Möglichkeit, auch variable Daten zu integrieren.

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Beim Erstellen der Etiketten setzt Dios auf Thermotransferdrucker. Als Trägermaterial dienen Folien aus Polyethylen, die mit einem Harzfarbband bedruckt werden. Das bedruckte Klebeetikett erweist sich als ausgesprochen wirtschaftlicher Datenträger. (Bild: TSC)
Beim Erstellen der Etiketten setzt Dios auf Thermotransferdrucker. Als Trägermaterial dienen Folien aus Polyethylen, die mit einem Harzfarbband bedruckt werden. Das bedruckte Klebeetikett erweist sich als ausgesprochen wirtschaftlicher Datenträger. (Bild: TSC)

Verfahren zur automatischen Identifikation und Datenerfassung (Auto-ID) sind aus dem Gesundheitswesen nicht mehr wegzudenken. Seit 1998 müssen Ärzte alle Medizinprodukte, die sie in ihrer Praxis verwenden, lückenlos dokumentieren. Das schreibt das Medizinproduktegesetz (MPG) zum Schutz der Patienten vor.

Alle relevanten Daten sind dabei zu erfassen, wie Hersteller und Lieferant, Chargennummer und Verfalldatum sowie die Behandlungstermine, bei denen die Produkte angewendet wurden. Ohne technische Hilfsmittel wären die Praxen mit der Dokumentationspflicht heillos überfordert.

Software hilft besonders bei der Verwaltung von Sterilgut

Die Firma Dios aus dem münsterländischen Reken bietet die Software Dios MP an, die Ärzte und ihr medizinisch-technisches Personal bei der Erfüllung dieser Pflicht unterstützt. Mit der Software lassen sich Medizinprodukte nicht nur bei der Lieferung inventarisieren; auch deren Verwendung in der Praxis, vor allem bei der Behandlung der Patienten, kann mit der Software lückenlos erfasst werden.

Zentrale Datenträger sind dabei stets Barcodes. Teils werden sie direkt von der Originalverpackung per Scanner eingelesen. Teils erzeugt das System die Strichcodes, um einzelne Prozessschritte zu dokumentieren. Mit Klebeetiketten werden die Codes an den Produkten, an Sterilgutverpackungen, Patientenakten und Namensschildern angebracht.

So hilft Dios MP insbesondere bei der anspruchsvollen Verwaltung von Sterilgut. Zu den rund 1500 Kunden des westfälischen Softwareherstellers zählen Zahn- und Augenarztpraxen, chirurgische Praxen und Privatkliniken. Bei den eingesetzten Medizinprodukten handelt es sich um Implantate, Operationsfäden, Füllungsmaterial, Nägel oder Tupfer, also um Dinge oder Substanzen, die unmittelbar am Patienten angewendet werden, aber auch um Instrumente und Geräte, die bei der Behandlung verwendet werden.

Jeder einzelne Vorgang muss mit Prozessdaten archiviert werden

Medizinprodukte, die zur mehrfachen Aufbereitung bestimmt sind, müssen ordnungsgemäß nach den Standards des Robert-Koch-Institutes desinfiziert und sterilisiert werden. Laut Anforderungen des MPG muss er aber auch rechts- und manipulationssicher dokumentieren, dass sterile Produkte und Instrumente fachgerecht behandelt wurden: Jeder einzelne Vorgang ist mit den wesentlichen Prozessdaten über Jahre zu archivieren und muss auf Verlangen der Aufsichtsbehörden jederzeit nachweisbar sein.

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