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Infrastruktur Bayerns Logistiker schielen zur Adria

| Redakteur: Robert Weber

Schon lange diskutieren Logistikexperten über das Potential der Adria-Häfen. Jetzt wollen die Südhäfen den Nordseehäfen Konkurrenz machen. Bayerische Unternehmen könnten davon profitieren. Deutsche Forscher arbeiten deshalb an neuen Verkehrskonzepten mit.

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Ambitionierte Ziele: Große Pötte im Hafen von Venedig sollen die Regel werden. Dafür muss der Hinterlandverkehr verbessert werden. Bild: Hafen Venedig
Ambitionierte Ziele: Große Pötte im Hafen von Venedig sollen die Regel werden. Dafür muss der Hinterlandverkehr verbessert werden. Bild: Hafen Venedig
( Archiv: Vogel Business Media )

Das Logistik-Kompetenz-Zentrum (LKZ GmbH) aus Prien am Chiemsee forscht in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer IML im Rahmen des europäischen Leuchtturmprojekts Transalpine Transport Architects (Transitects) an der Etablierung eines Premium Dry-Port in Villach-Fürnitz.

Auftraggeber ist die Kärntner Landesregierung. Der Hintergrund für das Engagement der Österreicher ist, dass die Südhäfen zwar schneller als die norddeutsche Konkurrenz zu erreichen sind, doch der Zeitvorteil von fünf bis sieben Tagen wird dadurch gemindert, dass die Adria-Häfen keine täglichen Direktabfahrten haben und auch oft nur durch Feederverkehre angebunden sind.

Lob von Verkehrspolitikern

Das Problem soll Transitects lösen. Dabei werden die fünf großen Adriahäfen, die ihre Dienstleistungen gemeinsam in der North Adriatic Ports Association (NAPA) vermarkten, in dem Dry-Port in Villach zusammenarbeiten. Vor Ort sollen Aktivitäten gebündelt werden, um den Kunden ein attraktives Angebot zu bieten.

Das Idee begeistert auch die Politik. Bayerns Wirtschaftsminister Martin Zeil und der kroatische Verkehrsminister Bozidar Kalmeta unterstützten die Forscher in ihrer Arbeit. Auf einer Konferenz im Oktober in Villach soll das Thema weiter vertieft werden, heißt es in einer Pressemitteilung des LKZ.

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