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RFID

Begehrte Technik mit Fallstricken in der Umsetzung

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Wo liegen die Schwachstellen und die Gefahren der RFID-Technik?

Tangens: Ein RFID-Chip antwortet jedem Lesegerät, das „anfragt“, solange keine Verschlüsselung genutzt wird. Und damit „verpetzt“ der Chip die Menschen, die ihn – unwissentlich – mit sich herumtragen. Da für das Auslesen kein Sichtkontakt notwendig ist (anders als beim Strichcode), ist es für die Kundinnen nicht bemerkbar, ob jemand Chips ausliest. Dies funktioniert bei den in Textilien verwendeten Chips je nach Stärke des Lesegeräts über mehrere Meter Entfernung. Mit einer weltweit eindeutigen Nummer, die per Funk über mehrere Meter Entfernung ausgelesen werden kann, können Menschen identifiziert und „getrackt“ werden. Es gibt bereits seit Jahren ein Patent einer amerikanischen Firma auf das Identifizieren und Tracken von Personen anhand von RFID-gechipten Gegenständen, die sie bei sich tragen.

Was sollten Unternehmen aus Ihrer Sicht tun?

Tangens: Es gibt eine ganz klare Forderung des Foebud: Der RFID-Chip in der Kleidung oder welcher Gegenstand auch immer muss an der Kasse entfernt werden. Das ist die einzig saubere Methode, die für die Verbraucher auch nachvollziehbar ist. Es geht nicht um ein Datenleck bei der jeweiligen Firma, es geht darum, dass RFID-Chips, die von jedem passenden Lesegerät ausgelesen werden können, nicht freigesetzt werden.

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Wie sollten Verbraucher reagieren?

Tangens: Die Verbraucher sollten Aufklärung von Firmen verlangen. Und sie sollten ganz klar verlangen, dass keine RFID-Chips in Gegenständen, die sie kaufen, verbleiben. Wenn eine Firma weder aufklärt noch von sich aus für den Schutz der Verbraucher handelt, sollten sie sich überlegen, ob sie dort noch einkaufen wollen. Verbraucher sollten mit ihren Bundestags- und Europaabgeordneten über das Thema RFID sprechen und ihre Forderungen deutlich machen, damit die Entfernung der Chips endlich gesetzlich geregelt wird.

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