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RFID

Begehrte Technik mit Fallstricken in der Umsetzung

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Wie schätzen Sie die Entwicklung der RFID-Technik ein?

Tangens: Ohne die Akzeptanz von – wohlgemerkt informierten –Verbrauchern wird sich RFID auf item level nicht durchsetzen lassen. Vernebelungstaktik von Seiten der Hersteller und des Handels wird sich kontraproduktiv auswirken. Deutsche Firmen aber, die sich aktiv dafür einsetzen, die Technik datenschutzkonform, verbraucherfreundlich und demokratieverträglich zu gestalten, könnten damit langfristig auch international die Nase vorn haben.

Wie nutzt Ihr Unternehmen die RFID-Technik?

v. Grone: Wir sind Anfang 2011 mit dem Projekt RFID gestartet und statten unsere Produkte mit RFID-Tags im Pflegeetikett oder an Pappanhängern aus. Durch die Technik erzielen wir im Logistikzentrum schnellere und genauere Prozesse, da wir im Warenausgang die Kartons samt Inhalt genau im Blick haben. Die Antenne im Tag sendet uns die Informationen, ob zu viele oder zu wenige Produkte im Karton enthalten sind. Unsere Logistikqualität wurde stark verbessert. In unseren Läden zahlt sich die RFID-Technik in der Wareneingangskontrolle, bei der Diebstahlsicherung und bei der Inventur und dem Bestandsmanagement in der Filiale aus.

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Wie reagieren Sie auf die Kritik der Datenschützer?

v. Grone: Wir haben immer gesagt, bei uns werden keine personenbezogenen Daten gespeichert – weder auf dem Chip – noch im System. Programmiertechnisch wäre es einfacher gewesen, auch Zahlungsdaten, Uhrzeiten und Verkäufer zu verknüpfen. Aber das wollen wir nicht. Unser Ziel war privacy by design.

Was wird denn gespeichert?

v. Grone: Wir speichern den Artikel, die Farbe, die Größe und den Verkauf, wie bisher. Die RFID-Daten für die Bestandsfortschreibung werden aber ohne Uhrzeitbezug gespeichert.

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