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RFID

Begehrte Technik mit Fallstricken in der Umsetzung

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Kritiker monieren, dass die Tags nicht entfernt werden und dadurch Daten ausgelesen werden könnten.

v. Grone: Sie könne zuhause das Tag einfach herausschneiden und über den Hausmüll entsorgen. Ab dem Frühsommer 2012 deaktivieren wir die Tags nach dem Verkauf. Die Szenarien, die Datenschützer entwerfen, erfordern eine Infrastruktur an Technik, die nicht existiert, und unterstellen den Einzelhändlern, dass sie in Zukunft Daten über Kunden untereinander austauschen würden. Das sind Horrorszenarien, die nicht eintreten werden.

Sie haben mit einem Datenschutzberater zusammengearbeitet. Warum?

v. Grone: Es existiert bis dato keine gesetzliche Regelung zum Datenschutz bei RFID-Chips. Der Gesetzgeber verbindet mit Datenschutz automatisch Datenbanken. Wir fordern eine gesetzliche Regelung, damit Transparenz herrscht. RFID-Tags sollen nicht heimlich angebracht und die Nutzung offengelegt werden. Deshalb engagieren wir uns in diesem Bereich und wollen unser neues System von der European Privacy Seal zertifizieren lassen. Das ist der höchste Datenschutzstandard in der Europäischen Union.

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Was sagen Ihre Kunden zum RFID-Tag im Blazer?

v. Grone: Die breite Masse hat das Thema noch nicht erreicht. Wir informieren zwar in unseren Shops über die Technik, aber gegenwärtig ist da leider noch wenig Interesse. Kurz nach den ersten Presseberichten stellten einige Kunden allerdings Fragen in den Filialen, die von unseren Mitarbeitern beantwortet werden konnten.

Wohin geht die Entwicklung bei der RFID-Technik?

v. Grone: Ab 2013 wird die Industrie verstärkt auf die Identifikation mittels RFID setzen. Ich denke, auch der Handel wird ab 2015 verstärkt RFID nutzen wollen.

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