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Ladungsträger Behältermanagement spart 500 Transporte im Jahr

45 % weniger Palettentransporte durch die Republik dank interner Verrechnung von Palettenschulden und -guthaben – das ist die Bilanz des von der Stückgutkooperation 24plus eingesetzten Behältermanagementsystems. 500 Ausgleichstransporte von Leerpaletten zwischen den Partnerdepots hat man in 2016 damit einsparen können. Seit Mitte 2014 wurden so 700 t CO2 vermieden.

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Mit einem IT-System hat die Stückgutkooperation 24plus seit dessen Einsatz im Jahr 2014 rund 700 t Kohlendioxid-Ausstoss durch reduzierte Transporte leerer Paletten und Gitterboxen vermieden.
Mit einem IT-System hat die Stückgutkooperation 24plus seit dessen Einsatz im Jahr 2014 rund 700 t Kohlendioxid-Ausstoss durch reduzierte Transporte leerer Paletten und Gitterboxen vermieden.
(Bild: 24plus)

Besonders effizient sei das „Clearing“ genannte System bei den Gitterboxpaletten, heißt es. Bei den voluminösen Gitterboxen könne 24plus durch eine kooperationsweite Konsolidierung auf jeden zweiten Ausgleichstransport verzichten. Bei Flachpaletten führe das Behältermanagementsystem immerhin noch zu einer Einsparung von 41 %. Das Behältermanagementsystem erfasst die das Stückgutnetz durchlaufenden Europaletten und Gitterboxen und konsolidiert automatisch die Palettenschulden und -guthaben der 24plus-Partner. „Seit dem Start des Palettenclearings Mitte 2014 haben wir Einsparungen in Millionenhöhe erzielt und rund 700 t CO2 weniger freigesetzt“, freut sich 24plus-Geschäftsführer Peter Baumann. „Dies verdeutlicht, wie moderne IT-Systeme die Wirtschaftlichkeit verbessern und die Umwelt entlasten.“

Komplexes Gemenge aus Guthaben und Schulden

Das Problem: Die Rückführung von Ladungsträgern wird durch das Ungleichgewicht in der Sendungsstruktur der Partner notwendig. Schickt Partner A an Partner B mehr palettierte Sendungen, als er zurückerhält, wächst sein Palettenguthaben. Allerdings braucht Partner A die Paletten physisch zum Tausch beim Versender. Nur liegen die Paletten jetzt bei Partner B, nachdem dieser die Sendungen zugestellt und die Paletten bei den Empfängern getauscht hat. Mit jedem weiteren Partner im System wird das Gesamtbild von Guthaben und Schulden komplexer.

Das Behältermanagementsystem verrechnet automatisch die Guthaben und Schulden aller 24plus-Partner. Am Ende sind nur noch Leerpalettentransporte zwischen eingangslastigen und ausgangslastigen Depots erforderlich. Dabei errechnet das Behältermanagementsystem sogar Vorschläge, wie dies auf kürzestem Weg geschehen kann.

Wirtschaftliche Rückführung per Ganzladung

Das Behältermanagementsystem erfüllt nicht nur die Aufgabe, die Zahl der Leerpalettentransporte zu minimieren. Es trägt auch dazu bei, den Ausgleich zu beschleunigen. Dadurch, dass die Verfügbarkeit der Paletten steigt, müssen die Partner weniger Kapital in Paletten binden. Rückgeführt werden die Überbestände im Netz von 24plus Lastzug-weise. Dass Leerpaletten im Stückgutnetz mitlaufen, ist die absolute Ausnahme. „Lediglich in der Urlaubszeit kann es vorkommen, dass Leerpalettenstapel auf die Stückgut-Lkw mitverladen werden“, so Baumann. „Die Rückführung per Ganzladung ist wesentlich wirtschaftlicher.“

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