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Mobile Anlagensteuerung Bei Distribution und Flughafen gezielt Kosten sparen

| Autor / Redakteur: James Hannay / Dipl.-Betriebswirt (FH) Bernd Maienschein

Der Einsatz von Mobile Scada in der Flughafenlogistik führt zu mehr Effizienz, Mobilität und Vereinfachung der automatisierten Prozesse. Mobile Scada bietet Anwendern Vorteile und strategischen Nutzen für den Workflow der technischen Mitarbeiter wie für das Unternehmen insgesamt.

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Am Flughafen München erhöht das mobile Scada-System die Verfügbarkeit der automatisierten Anlagen und trägt so zur Erfüllung der Lean-Management-Ziele bei. (Bild: Vanderlande)
Am Flughafen München erhöht das mobile Scada-System die Verfügbarkeit der automatisierten Anlagen und trägt so zur Erfüllung der Lean-Management-Ziele bei. (Bild: Vanderlande)

Um Kosten zu senken und die Effizienz zu erhöhen, nimmt der Automatisierungsgrad in der Produktion immer weiter zu. Mit weniger mehr erreichen durch die kontinuierliche Vermeidung von Ineffizienz – das ist der zentrale Gedanke hinter Lean Management. Das Konzept stammt zwar aus der Produktion, findet aber in einer Vielzahl von Industrien Anwendung. Wie Investments in der Automatisierung maximiert und im Sinne des Lean Management genutzt werden, lässt sich aus Praxisbeispielen über den Einsatz des mobilen Scada-Systems (Supervisory Control and Data Acquisition) Extend 7000 in der Distribution und im Flughafenbetrieb ableiten.

Mobile-Scada-Visualisierung ersetzt den stationären Leitstand

Was können Unternehmen, die in Automatisierung investieren, für die Senkung der Gesamtbetriebskosten tun? Und wie kann dies dazu beitragen, typische Lean-Management-Ziele zu erreichen – Senkung der operativen Kosten, Erhöhung der Gesamtanlageneffektivität (GAE) und höhere Arbeitsproduktivität bei gleichzeitiger Einsparung von Administrations- und Koordinationsaufwänden?

Mobile Scada überzeugt als Technologie und hat seinen Wert bereits in einer Vielzahl von Industrien und Branchen unter Beweis gestellt. Betrachtet man den fiktiven Arbeitstag im Leben eines Automatisierungsingenieurs, der traditionelle Scada-Visualisierungen in einem stationären Leitstand überwacht, erkennt man diesen Wert sofort.

Ein typischer Fall: Eine speicherprogrammierbare Steuerung (SPS) in der Produktionsstätte generiert eine Meldung – ein Fotosensor ist ausgefallen. Der Ingenieur aus dem Leitstand stellt fest, dass der Fotosensor ersetzt werden muss. Er ruft die Ingenieure in der Produktion an, um ihnen die Aufgabe zu übertragen, das Problem zu beheben.

Ingenieur am Leitstand hat nicht alle nötigen Informationen

Jedoch weiß er nicht, wer gerade verfügbar ist und an welchen Aufgaben seine Kollegen gerade arbeiten. Er muss jetzt, ohne über diese Informationen zu verfügen, entscheiden, ob er einen Ingenieur aus einem Vorgang abzieht oder wartet, bis jemand zur Verfügung steht. Basierend auf der ihm zur Verfügung stehenden Information hat er die Möglichkeit, die Prioritäten zu ändern, abzuwarten oder den Leitstand unbesetzt zurückzulassen.

Lässt er den Leitstand unbemannt zurück, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass hier währenddessen eine neue Meldung eingeht, von der er keine Kenntnis erhält. Es ist kein Ingenieur verfügbar und er entscheidet, den Leitstand zu verlassen. Nachdem er den neuen Fotosensor installiert hat, erhält er keine positive Rückmeldung, ob die Störung hierdurch tatsächlich behoben wurde, bis er im Leitstand die Anzeige überprüfen kann.

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