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Roboter Bei WMF wird automatisch depalettiert

Die Württembergische Metallwarenfabrik (WMF Group GmbH) setzt seit kurzem auf einen Depalettierroboter von MFI sowie ein punktgenaues Zusammenspiel von vier Robotern für die Etikettierstation.

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Der automatische Depalettierroboter kann sechs Töpfe gleichzeitig, aber auch nur einen Topf aufnehmen.
Der automatische Depalettierroboter kann sechs Töpfe gleichzeitig, aber auch nur einen Topf aufnehmen.
(Bild: MFI)

Die Rohtöpfe von WMF werden in der Produktion von einem Roboter depalletiert, dessen Spezialgreifer MFI in enger Abstimmung mit dem Kunden entwickelt hat. Entsprechend der zu fertigenden Stückzahl entnimmt der Roboter die Rohtöpfe von der Blechrollpalette und legt diese auf der Fördertechnik ab. Durch eine am Roboter angebrachte Kamera werden die aktuelle Anzahl, sowie die aktuellen Koordinaten der Töpfe je Lage ermittelt und an die Robotersteuerung übermittelt. Es können in Summe sechs Töpfe auf einmal entnommen werden. Der Greifer ist jedoch in der Lage, Töpfe einzeln zu greifen, sodass auch nur ein oder zwei Töpfe aufgenommen werden können. Für das Greifen der unterschiedlichen Depalettiermuster werden die Sauger automatisch verstellt. Ist eine Lage abgearbeitet, saugt der Greifer die nun leere Kartonage mit allen sechs Saugern an und legt sie auf einer separaten Blechrollpalette ab. Auch die leeren Blechrollpaletten werden auf diese Weise aufgenommen und separat gestapelt.

Vier verkettete Roboter in der Topfproduktion

Bei der Etikettierstation werden mehrere Bearbeitungsschritte durch vier Roboter verkettet. Die Töpfe werden im ersten Schritt über zwei Schleusen für das weitere Handling bereitgestellt. Der erste Roboter entnimmt mit einem Sauggreifer den Topf im Wechsel aus einer der Schleusen und übergibt diesen an die erste Bearbeitungsmaschine. Ein zweiter Roboter entnimmt den Topf aus der ersten Bearbeitungsstation und legt diesen für den nächsten Prozess in einer Vorrichtung ab. Der dritte Roboter entnimmt nach Prozessende den Topf und führt diesen an einer Etikettierstation vorbei. Zum Abschluss wird der Topf durch den vierten Roboter dem letzten Prozess zugeführt und auf einer Abtransportstrecke abgelegt.

Im Weiteren sind auch andere Ablaufvarianten möglich, bei denen sich der Materialfluss entsprechend ändert. Hierzu sind alternativ zu den Bearbeitungsmaschinen Zwischenablagen vorhanden, welche zur Übergabe der Töpfe zwischen den Robotern dienen. „Sowohl das Transportgut als auch die Variabilität der Aufgabenstellung in der Fertigungsinsel stellten hohe Anforderungen an die Konstruktionsabteilung der MFI“, so Oliver Novakov, Fachbereichsleiter Automatisierung der MFI GmbH. „Wir haben diese Herausforderung gerne angenommen und sind stolz auf das Ergebnis.“

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