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Luftfracht Bekannter Versender – das Luftfahrt-Bundesamt schreibt Rundmail

Redakteur: Robert Weber

Am 25. März 2013 wird es für die Logistikwelt ernst. Dann endet die Übergangsfrist für den „bekannten Versender“. Doch viele Unternehmen scheinen den Ernst der Lage zu verkennen. Eine Rundmail des Luftfahrt-Bundesamtes soll die Unternehmen aufrütteln.

Vorbereitet auf den März 2013: Am Hamburger Flughafen setzt man auf moderne Scanner- und Röntgentechnik. Das WCC soll sogar erweitert werden. (Bild: Garbe)
Vorbereitet auf den März 2013: Am Hamburger Flughafen setzt man auf moderne Scanner- und Röntgentechnik. Das WCC soll sogar erweitert werden. (Bild: Garbe)
(Bild: Garbe)

Das Amt schreibt laut Pressemitteilung der Logistikberatung FR8 Solutions GmbH:

Auszug: „Sehr geehrte Damen und Herren, Sie haben gegenüber dem Luftfahrt-Bundesamt (LBA) Interesse an einer Zulassung als bekannter Versender (bV) bekundet. Ein Sicherheitsprogramm sowie die weitergehenden Unterlagen liegen uns derzeit von Ihnen leider noch nicht vor.Im Hinblick auf die am 25. März 2013 auslaufende Übergangsfrist machen wir Sie darauf aufmerksam, dass die bisher gezeichneten Sicherheitserklärungen an diesem Tag ihre Gültigkeit verlieren werden. Daraus folgt, dass die Unternehmen, die bis zu diesem Zeitpunkt keine behördliche Zulassung zum bV erlangt haben, ihre Luftfrachtsendungen vor Verladen in ein Flugzeug zusätzlichen Kontrollen (röntgen, durchsuchen von Hand, etc.) unterziehen müssen. Wir bitten dabei zu bedenken, dass eine nachträgliche Kontrolle von Sendungen infolge der physischen Beschaffenheit sowie aus sonstigen Gründen oft nicht möglich ist.Darüber hinaus sind mit diesen Kontrollen Kosten sowie ggf. Zeitverzögerungen verbunden.Da erfahrungsgemäß im Durchschnitt etwa drei bis sechs Monate für die Erstellung des Sicherheitsprogramms benötigt werden, legen wir Ihnen nahe zu überlegen, ob Sie die behördliche Zulassung als bV benötigen und bei Bedarf die erforderlichen Unterlagen zeitnah einzureichen.Dabei gilt grundsätzlich: Je früher die Unterlagen beim LBA vollständig vorliegen, desto schneller kann das Zulassungsverfahren abgeschlossen werden.“

Aktuell wurden rund 200.000 t von den zugelassenen Unternehmen gemeldet. Dies entspricht einem Volumen von knapp 9 % der jährlichen Tonnage, was heißen würde, dass 90 % der Luftfracht ab dem 25. März 2013 unsicher bleibt, heißt es in der Pressemitteilung. Auch wenn die Großfirmen, die ihr Volumen noch nicht gemeldet haben, hinzukommen würden, hätten wir es mit einer Verringerung der unsicheren Luftfracht auf circa 85 bis 80 % zu tun, schreibt FR8.

MM Logistikhat zu dem Thema nachgefragt und am Hamburger Airport ein interessantes Projekt ausfindig gemacht. Mehr zu diesem Thema finden Sie hier.

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