Kontraktlogistik Besseres Kalkulationstool für Hellmann

Hellmann Worldwide Logistics hat mit „Ecalc“ ein neues Kalkulationstool für seinen Kontraktlogistikbereich entwickelt. Die Software wird künftig von den Fachleuten der Abteilung Contract Logistics Solutions & Consulting eingesetzt, um eine einheitliche, zentral verwaltete und weltweit verfügbare Berechnungsgrundlage für Kontraktlogistik-Projekte anbieten zu können.

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Weltweit kann Hellmann ab sofort mit der Software „Ecalc“ auf Grundlage der gleichen Prozesse und nach einheitlichem Vorgehen kalkulieren.
Weltweit kann Hellmann ab sofort mit der Software „Ecalc“ auf Grundlage der gleichen Prozesse und nach einheitlichem Vorgehen kalkulieren.
(Bild: Hellmann Worldwide Logistics)

Das Kalkulationstool sei die Antwort des Osnabrücker Logistikdienstleisters auf den Wunsch der Kunden nach weltweiter Standardisierung von Prozessen und Systemen an den einzelnen Lagerstandorten, um gleichbleibende und nachvollziehbare Qualität und Lieferfähigkeit zu erreichen, wie das Unternehmen verlautbart. Dies beginne bereits bei der Planung und Kalkulation von verschiedenen Standorten auf verschiedenen Kontinenten.

Preisbild des Kunden ist zusätzliche Variable

Bei dem neu entwickelten Kalkulationstool handelt es sich um eine internet-basierte Lösung, welche die weltweite Verfügbarkeit sicherstellt. Im Gegensatz zu anderen Kalkulationsinstrumenten nutzt die Hellmann-Lösung eine zusätzliche Variable: das Preisbild des Kunden. Dieses ist von Kunde zu Kunde unterschiedlich, von der Art und Komplexität des Lagergeschäfts abhängig und gibt Auskunft darüber, welche Prozesse und Transaktionen vom Kunden entlohnt werden sollen. Diese Variable führt aber eben auch dazu, dass es in der Regel nicht möglich ist, Standard-Preise anzubieten, denn die Kosten aller für den Kunden erbrachten Prozesse müssen den sogenannten Preis-Prozessen zugeordnet werden.

Die Prozesskostenkalkulation ist daher das Herzstück des neuen Kalkulationstools. Berechnet werden hier die Kosten des direkt an dem jeweiligen Prozess beteiligten Personals sowie die zugeordneten Materialkosten. Beispielsweise wird bei der Entladung eines LKW neben der reinen Zeit des Mitarbeiters für diese Tätigkeit und je nach Anforderung des Kunden auch verschiedenes Equipment benötigt:

  • Flurförderzeuge, um die Paletten vom Lkw zu entladen;
  • Scanner für die Zeit der Entladung/Kontrolle, um die Paletten mit dem Auftrag im Warehouse-Management-System zu „verheiraten“;
  • PC und Drucker für eventuell zu druckende Label beziehungsweise für das Erfassen eventueller Abweichungen.

Anschließend werden diese Kostenfaktoren dann den einzelnen Positionen im Preisbild des Kunden zugeordnet und ergeben unter Berücksichtigung von Umlagen und Profit die gewünschten Preis-Positionen.

Weltweit kann jetzt einheitlich kalkuliert werden

„Das neue System bringt zahlreiche Vorteile mit sich, denn wir sind jetzt weltweit in der Lage, auf Grundlage der gleichen Prozesse und nach einheitlichem Vorgehen zu kalkulieren“, so Felix Scherberich, Chief Contract Logistics Officer und Mitglied des European Boards bei Hellmann Worldwide Logistics. „Des Weiteren bietet uns das System intern die große Chance, erfolgreiche Kalkulationen zu betrachten und von den Erfolgen der Kollegen weltweit zu lernen.“

In der Vergangenheit wurden die Kalkulationen mit einer selbst programmierten Excel-Lösung vorgenommen, die zwar zuverlässig funktionierte, jedoch keine Möglichkeit zur Dokumentation und weltweiten Einsicht bot. Die erste Version des neuen Kalkulationstools „Ecalc“ ist jetzt nach rund anderthalb Jahren Entwicklungszeit programmiert und steht dem Unternehmen ab sofort zur Verfügung.

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