Logistikzentrum

Beumer-Intralogistik für Autoteilehändler

| Redakteur: Gary Huck

„Bei den XL-Waren aus dem Hauptlager verhält es sich anders“, so Alexandra Lückmann. „Diese sind so groß, dass immer nur ein Ersatzteil in einen Behälter oder Karton passt.“ Deshalb kommen diese über die Behälterförderanlage direkt in den Konsolidierungsbereich. Das gilt auch für die Waren aus den anderen Hallen, wie Reifen und Gefahrgüter. Gemeinsam mit den Waren vom Packsorter werden die in Behältern oder Kartons für die Aufträge zusammengestellten Versandeinheiten gewogen, mit dem Zielgewicht verglichen, verschlossen, etikettiert und umreift. Die Behälterförderanlage bringt sie zum angeschlossenen Warenausgangssorter, der die konsolidierten Bestellungen mit einer Leistung von 2500 Behältern in der Stunde nach Versandort im Warenausgang auf 50 Ziele aufteilen kann.

Und was ist, wenn die Ersatzteile beim Empfänger nicht funktionieren oder er – warum auch immer – sie doch nicht benötigt? „Diese gehen zurück ins Logistikzentrum nach Zakroczym“, erklärt Lückmann. Mitarbeiter überprüfen dort die Retouren: Ist das Teil beschädigt, war es nur nicht gewünscht oder falsch ausgesucht? Ist es noch in einem einwandfreien Zustand, geht es zurück ins Lager. Bei all diesen Prozessen steuert das WCS den kompletten Materialfluss für das gesamte Verteilzentrum – vom Wareneingang bis zum Warenausgang. Die Aufträge erhält es vom Warehouse-Management-System des Betreibers.

Das Projekt ist für Beumer damit noch nicht abgeschlossen. Um sich ganz auf das Hauptgeschäft konzentrieren zu können, hat sich ILS für den Residential Service entschieden, einen besonderen Teil im Rahmen des umfassenden Customer Support des Intralogistikspezialisten. „Mit dieser Dienstleistung sind unsere Mitarbeiter rund um die Uhr vor Ort und übernehmen die Verantwortung für die Verfügbarkeit der Anlagen und Systeme“, berichtet Jaroslaw Gorczynski, General Technical Director Polen bei Beumer. „Denn dies muss über die komplette Betriebszeit immer optimal aufeinander abgestimmt sein, damit die Prozesse nahtlos laufen.“ Dem Team steht ein eigener Kontrollraum zur Verfügung und schon in der Planungsphase wurden die Arbeitsplätze der Kollegen so angeordnet, dass sie auf dem schnellsten Weg in mögliche kritische Bereiche gelangen können.

Wartungsvertrag läuft bis 2022

Die Mitarbeiter der Beumer Group kümmern sich unter anderem um die vorbeugende Instandhaltung. „Damit vermeiden wir ungeplante Maschinenausfälle, die für unseren Kunden sehr teuer werden können“, sagt Gorczynski. In festgelegten Abständen führt das Team Inspektionen und Wartungen an den Anlagen durch. Die Mitarbeiter überprüfen zudem die Sicherheitseinrichtungen sowie die elektrotechnischen Komponenten und die Automatisierungstechnik. Falls erforderlich führen sie notwendige Reparaturen aufgrund außerplanmäßiger Ausfälle der Bauteile durch. Das Team prüft technische Installationen und wartet diese regelmäßig nach vereinbarten Intervallen. Der Vertrag mit dem Logistikunternehmen läuft über fünf Jahre bis 2022.

„Mit unseren Anlagen und Systemen haben wir die Zielvorgabe des Kunden umfassend erfüllt. Das System hat eine hohe Verfügbarkeit, arbeitet mit einem hohen Durchsatz sehr genau und lässt sich an geänderte Anforderungen des Betreibers jederzeit anpassen. Das gilt auch für unser modular aufgebautes WCS“, erläutert Lückmann. Der Betreiber war mit der Zusammenarbeit sehr zufrieden: „Wir konnten auf alle Wünsche eingehen. Lieferung, Montage und Inbetriebnahme erfolgten genau nach Plan.“ Aktuell sprechen beide Unternehmen über Erweiterungen der Anlagen.

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