Alternative Energien

Binnenschiffer können in Rotterdam jetzt Flüssigerdgas tanken

| Redakteur: Bernd Maienschein

In Rotterdam kann die Binnenschifffahrt jetzt auch offiziell LNG tanken.
In Rotterdam kann die Binnenschifffahrt jetzt auch offiziell LNG tanken. (Bild: Hafen Rotterdam)

Seit dem 1. Juli 2013 darf die Binnenschifffahrt im Seinehafen in Rotterdam (Botlek) offiziell LNG (Flüssigerdgas) bunkern. Zu diesem Zweck hat die Stadt Rotterdam extra die Hafenverwaltungsverordnung geändert. Rotterdam ist damit der erste Hafen in Europa, wo Binnenschiffer offiziell LNG tanken können.

Von der Maßnahme, Flüssigerdgas als Brennstoff einzuführen, erwartet sich Rotterdam einen zusätzlichen Impuls, wie es heißt. „LNG ist als Brennstoff für die Binnenschifffahrt und die Seeschifffahrt neu. Dies bedeutet, dass die Verordnungen geändert werden müssen, denn sonst kann nicht gebunkert werden und wird der Innovation keinerlei Erfolgschance gegeben. Zu diesem Zweck lautet die erste Maßnahme, den Seinehafen als Bunkermöglichkeit auszuweisen. Gemeinsam mit anderen Hafenbetrieben wie unter anderem Ansterdam, Göteborg und Antwerpen bereitet die Port of Rotterdam Authority jetzt eine weitere internationale Verordnung vor“, so Hafenkapitän René de Vries. Die Port of Rotterdam Authority erwartet, dass dieses Jahr bekanntgegeben wird, wo im Hafen die erste LNG-Bunkerstation eingerichtet wird. Bis zu deren Eröffnung kann die Binnenschifffahrt LNG im Seinehafen bunkern.

LNG ist Klimaschoner bei Lkw, See- und Binnenschiff

LNG – liquefied natural gas – steht für Flüssigerdgas. Erdgas (Methan) wird flüssig, wenn es auf -162 °C abgekühlt wird. Seit 2011 hat der Rotterdamer Hafen ein spezielles Terminal für die Lagerung und den Umschlag von Flüssigerdgas: das Gate-Terminal. Die ersten Binnenschiffe, die mit LNG fahren, sind die Argonon und die kürzlich zu Wasser gelassene Greenstream, die jetzt im Charterdienst für Shell steht.

Shell hat auch Pläne für die Entwicklung von Bunkermöglichkeiten. Dieses Unternehmen wird im August 2013 einen zweiten LNG-Tanker in Betrieb nehmen. Solche Schiffe sind leiser und verursachen nur einen sehr geringen Schwefel- und Stickoxidausstoß. Außerdem kann der CO2-Ausstoß um 15 % gesenkt werden. Auch die Rotterdam Climate Initiative macht sich für den Einsatz von LNG sowohl bei Lkw als auch bei der Binnen- und Seeschifffahrt stark.

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