Schifffahrt

Binnenschifffahrt stärkt im Krisenjahr 2009 ihre Position beim Containerverkehr

18.06.2010 | Redakteur: Bernd Maienschein

Der Anteil der Binnenschifffahrt am Rotterdamer Modal Split (Straße, Wasser, Schiene) stieg 2009 gegenüber dem Vorjahr von 30 auf 33%. Bild: Klaas Hartz/Pixelio
Der Anteil der Binnenschifffahrt am Rotterdamer Modal Split (Straße, Wasser, Schiene) stieg 2009 gegenüber dem Vorjahr von 30 auf 33%. Bild: Klaas Hartz/Pixelio

Der Anteil am Rotterdamer Modal Split stieg nach Angaben des Hafens 2009 gegenüber dem Vorjahr von 30 auf 33%. Einen solchen Zuwachs innerhalb eines Jahres gab es nach Unternehmensangaben zuletzt im vergangenen Jahrhundert. Der Schienenverkehr verzeichnete einen Rückgang von 13 auf 11% und liegt somit wieder beim Anteil des Jahres 2006, der Straßengüterverkehr gab ebenfalls nach: von 57 auf 56%.

Die Zahlen wurden am Mittwoch, den 16. Juni 2010, vom Generaldirektor der Hafengesellschaft Rotterdam, Hans Smits, im Rahmen der Konferenz „Rail infrastructure for freight services: from corridors to network“ in Rotterdam bekannt gegeben.

2009 sinkendes Gesamtvolumen im Hinterlandverkehr um 12%

Das Gesamtvolumen im Hinterlandverkehr sank nach Angaben des Rotterdamer Hafens um 12% von 7 823 000 TEU (Twenty-foot Equivalent Unit) im Jahr 2008 auf 6 869 000 TEU im Jahr 2009. Die Bahn beförderte 755 000 TEU; dies entspräche einem Rückgang um 25% im Vergleich zu den 1 010 000 TEU des Jahres 2008 (nicht eingeschlossen sind die Rail-Terminals RSC, PCT und Bertschi).

Wasserseitig wurden 2 269 000 TEU befördert, 3% weniger als die 2 337 000 TEU des Jahres 2008. Über die Straße ging das Volumen um 14% von 4 476 000 auf 3 845 000 TEU zurück.

Flexiblere Preise bei Binnenschiff und Lkw als bei der Bahn

Wie der Hafen mitteilt, konnte oder wollte der Schienenverkehr die Preise nicht oder nicht schnell genug an das rückläufige Volumen anpassen. So wären erst im späten Verlauf des Jahres 2009 die Preise für die Betuweroute (Eisenbahnstrecke in den Niederlanden für den Güterverkehr vom Hafen Rotterdam nach Zevenaar in der Nähe der deutsch-niederländischen Grenze) gesenkt. Binnenschifffahrt und Straßengüterverkehr seien in ihrer Preisgestaltung flexibler, wenn ein Überschuss an Transportkapazität bestehe. Daneben hätte die Binnenschifffahrt von entfallenen Einschränkungen bei der Abfertigungskapazität an den Seeterminals profitiert.

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