RFID-Mittelstandsaward 2010 Bluhm Systeme für Produktionssteuerung mit RFID ausgezeichnet

Redakteur: Volker Unruh

Bluhm Systeme ist Preisträger des RFID-Mittelstandsawards 2010. Das Unternehmen konnte die Jury mit einem RFID-System beim Polymerhersteller Rehau überzeugen, der mithilfe von RFID seine Stoßfänger produziert und rückverfolgen kann. Das RFID-Projekt ist eines der ersten, in denen Smartlabels in einem extrem großen Umfang in einem automatischen Produktionsprozess zuverlässig beschrieben und appliziert werden.Generalunternehmer für die RFID-Anwendung bei Rehau ist die Siemens AG, die Bluhm Systeme für den Bereich Etikettierung einbezogen hat.

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Der RFID-Mittelstandsaward wurde vom Netzwerk Elektronischer Geschäftsverkehr und dem Projekt „RFID für kleine und mittlere Unternehmen“ in diesem Jahr zum zweiten Mal vergeben worden. Zusammen mit dem Bundesverband IT-Mittelstand (vormals VDEB) wurde er am 2. Dezember auf dem RFID Anwendersymposium in Stuttgart verliehen.

RFID bringt greifbaren Nutzen

Im Rahmen des 5. RFID-Anwendersymposiums nahm Andreas Koch, Vertriebsdirektor Bluhm Systeme, gemeinsam mit Herrn Achim Runneck, Abteilungsleiter Production & Warehouse Management bei der Rehau AG, die Auszeichnung entgegen.

Wie Koch berichtet, beschäftigt sich Bluhm schon seit Jahren mit dem Thema RFID. Viele brächten diese Technik nur mit den Forderungen der großen Handelskonzerne in Verbindung. Die Anwendung bei Rehau habe aber gezeigt, dass RFID – sinnvoll eingesetzt – in anderen Bereichen durchaus auch einen greifbaren Nutzen für den Kunden bringen kann.

Im konkreten Fall verbessere RFID die Produktionssteuerung, unterstütze die Einhaltung der Qualitätsstandards und ermögliche eine lückenlose Kontrolle von Fertigung und Logistik.

RFID-Tags schnell und sicher anbringen im Tamp-Blow-Verfahren

Bei Rehau kommen sogenannte Print, Code & Apply-Systeme von Bluhm zum Einsatz. Die Neuartigkeit dieser Geräte bestehe darin, so Bluhm, dass die beschriebenen und bedruckten RFID-Tags extrem schnell und sicher im sogenannten Tamp-Blow-Verfahren aufgebracht werden. Früher sei das Aufbringen der Etiketten nur im Tamp-Verfahren möglich gewesen, bei dem die Etiketten durch Andrücken der Platte auf das Produkt aufgeklebt werden.

Im Gegensatz dazu werden beim schonenden Tamp-Blow-Verfahren die Etiketten per Luftstoß in Sekundenschnelle auf das Produkt geschossen, ohne jegliche Gefahr, dabei die empfindliche Produktoberfläche zu beschädigen.

Achim Runneck zufolge ist man bei Rehau sehr zufrieden mit dieser Lösung. Die RFID-Systeme liefen absolut zuverlässig und die Investition habe sich bereits nach 24 Monaten rentiert.

Rationalisierung und Effizienzsteigerung durch automatische RFID-Etikettierung

Durch den Einsatz dieser vollautomatischen RFID-Etikettierung lassen sich laut Bluhm im Vergleich zu anderen AutoID-Systemen aber nicht nur Rationalisierungen und Effizienzsteigerungen erzielen, sondern auch eine höhere Transparenz und ein reibungsloser Ablauf durch die zusätzlichen Lese- und Steuervorgänge.

Entsprechend könne auch in weiteren Branchen und bei anderen Prozessen von diesem RFID-System profitiert werden. Sie sei grundsätzlich überall dort einsetzbar, wo täglich mehrere tausend Produkte oder Kartons etikettiert werden müssen. Das könne in der Produktion selber oder aber auch im Bereich Lagerwirtschaft sein, heißt es.

Neue Einsatzgebiete für RFID erwogen

Auch bei Rehau denkt man bereits über neue Einsatzgebiete nach. Aufgrund der positiven Erfahrungen, die das Unternehmen mit dem neuen RFID-System gemacht habe, überlege man, welche Unternehmensbereiche noch von dieser Technik profitieren könnten, so Runneck.

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