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Compliance BME zeigt Tickets die kalte Schulter

Der Bundesverband Materialwirtschaft, Einkauf und Logisitk e.V. (BME) hat sich positioniert: Ähnlich wie bei Journalisten üblich, empfiehlt der Verband Einkäufern, Tickets für die Fußball-Europameisterschaft und auch die Olympischen Spiele abzulehnen beziehungsweise zurückzugeben, sofern es sich um kostenlose Gefälligkeiten von Lieferanten und anderen Geschäftspartnern handelt.

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Wenn es nach dem BME geht, sollen Einkäufer kostenlose Tickets von Lieferanten zur kommenden Fußball-EM und zu den Olympischen Spielen ablehnen oder sie zurückgeben.
Wenn es nach dem BME geht, sollen Einkäufer kostenlose Tickets von Lieferanten zur kommenden Fußball-EM und zu den Olympischen Spielen ablehnen oder sie zurückgeben.
(Bild: Gerd Altmann/pixelio.de)

BME-Hauptgeschäftsführer Dr. Holger Hildebrandt zu diesem Thema: „Einkäufer haben eine unabhängige Position zu wahren und das auch deutlich zu machen.“ Kostenlos überlassene Karten für beide Sportevents sind laut Hildebrandt als Vorteilsnahme zu bewerten. Unternehmen sollten darum eine entsprechende Direktive erlassen, um schädigenden Diskussionen um Vorteilsnahmen und Korruption entgegen zu treten. Der BME rät den Unternehmen, ihre zum Zweck der kostenlosen Weitergabe an Geschäftspartner erworbenen Karten-Packages – auch aus Imagegründen – dem neutralen Markt zur Verfügung zu stellen.

Ethische Richtlinien für die Branche gibt es schon lange

Der BME hat bereits 1996 in Ethikleitlinien Handlungsempfehlungen zur Vertragstreue, zur Lösung von Interessenkonflikten und Vermeidung von Abhängigkeiten sowie zur Vertraulichkeit gegeben. Inzwischen unterstützt der Verband Unternehmen aller Größen und Branchen bei Aufbau und bei Weiterentwicklung von Compliance-Programmen und einer entsprechenden Unternehmenskultur.

Die BME-Nachhaltigkeitsinitiative gegen Korruption, Kartelle, Kinderarbeit bietet unter anderem einen Code of Conduct (Verhaltenskodex), der fundamentale Regeln zur Bekämpfung von Korruption, zu kartellrechtswidrigen Absprachen, zur Kinder- und Zwangsarbeit sowie zur Einhaltung ethischer Grundsätze regelt. Die Richtlinie umfasst zudem Grundsätze zur Wahrung der Menschenrechte, zum Umwelt- und Gesundheitsschutz sowie zu fairen Arbeitsbedingungen. Der Code of Conduct liegt auch in englischer, polnischer, russischer und chinesischer Sprache vor.

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