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Ersatzteillogistik

BMW-Logistikchaos lichtet sich nur langsam – Werkstätten mit Ausfällen

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Die Kritik, dass Ersatzfahrzeuge fehlten, weist Gumpert allerdings zurück: „Für den deutschen Markt hat BMW zusätzlich von Anfang an Fahrzeuge bereitgestellt, die unentgeltlich zur Verfügung stehen“. Die BMW-Vertragshändler könnten darauf zugreifen. Die Servicepartner haben darauf allerdings keinen Zugriff, ebenso wenig wie freie Betriebe. Ob es zu einem späteren Zeitpunkt weitere Maßnahmen für die Vertriebs- und Servicepartner geben wird, um Einbußen bei Boni oder Umsätzen zu kompensieren, konnte Gumpert nicht sagen. Diskussionen dazu seien ihm derzeit nicht bekannt.

Hohe Umsatzverluste in den Werkstätten

Spätestens wenn die Ersatzteilversorgung wieder läuft, dürfte diese Frage jedoch akut werden. „Besonders kritisch ist, dass wir schon aus dem Neuwagengeschäft kaum Erträge ziehen und wir die Kunden jetzt teilweise mit Jungwagen mobil halten müssen, die wir solange nicht verkaufen können, bis wir die Kundenfahrzeuge repariert haben. Zusammen mit dem Aftersales-Geschäft haben wir jetzt drei schwächelnde Säulen für den Geschäftserfolg“, beschreibt Ralf Brandenburg, Geschäftsführer der Hans Brandenburg GmbH, das Problem.

Dazu drohen verkaufshemmende Imageschäden, wie sie Stefan Bratzel, Direktor des Center of Automotive Management an der FH Bergisch-Gladbach, gegenüber dem „Handelsblatt“ voraussagt. „Eine Beschädigung der Reputation“ konstatierte der Autoanalyst Jürgen Pieper gegenüber der Tageszeitung „Die Welt“. Keine guten Aussichten für die Händler, die angesichts anstehender Investitionen im Rahmen der neuen Händlerverträge auf derartige Erschwernisse gut verzichten können.

Christian Rönsch, Geschäftsführender Gesellschafter von May & Olde, denkt schon intensiv über die wirtschaftlichen Folgen der ausbleibenden Teilelieferungen nach. „Ich bin gespannt, wie sich die Situation auf die Zielboni am Ende des Jahres auswirkt“, sagte er im Gespräch mit kfz-betrieb. Seinen Vorschlag, den Durchschnitt der Erträge aus den ersten fünf Monaten auf das ganze Jahr 2013 hochzurechnen, habe BMW abgelehnt. „Eine faire Partnerschaft sieht anders aus.“

Der einzige schwache Trost für die Werkstätten und BMW-Kunden ist derzeit, dass sie mit dem Ersatzteilproblem nicht allein sind. Weil von Dingolfing aus weltweit 40 Verteilzentren versorgt werden, betrifft die Misere Kunden auf allen Kontinenten.

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