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Logimat 2016 Boomende Messe für eine Branche im Wandel

Redakteur: M. A. Benedikt Hofmann

Im Interview mit MM Logistik-Redakteur Benedikt Hofmann erläutert Peter Kazander, Geschäftsführer des Logimat-Veranstalters Euroexpo, warum sich Logistiker den Besuch der Messe nicht entgehen lassen sollten. Außerdem gibt er einen Ausblick darauf, wie es mit der Logimat und der angeschlossenen Tradeworld weitergehen könnte.

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Peter Kazander, Geschäftsführer Euroexpo: „Die Intralogistik befindet sich im Wandel. Automation, die Anforderungen des E-Commerce, die Digitalisierung sowie die Zukunftsprojekte Industrie 4.0 und Internet der Dinge stellen die innerbetrieblichen Logistikprozesse hinsichtlich Vernetzung, Effizienz und Wirtschaftlichkeit vor enorme Herausforderungen.“
Peter Kazander, Geschäftsführer Euroexpo: „Die Intralogistik befindet sich im Wandel. Automation, die Anforderungen des E-Commerce, die Digitalisierung sowie die Zukunftsprojekte Industrie 4.0 und Internet der Dinge stellen die innerbetrieblichen Logistikprozesse hinsichtlich Vernetzung, Effizienz und Wirtschaftlichkeit vor enorme Herausforderungen.“
(Bild: Euroexpo)

Seit die Logimat 2003 , übrigens im selben Jahr wie MM Logistik, an den Start gegangen ist, haben sich die Ausstellerzahlen fast verachtfacht. Bei den Besucherzahlen ging die Entwicklung noch rasanter. Den 3700 Besuchern der ersten Logimat stehen 35.102 im Jahr 2015 gegenüber. Vor zwei Jahren wurde die Tradeworld als zusätzliches Element zum ersten Mal im Rahmen der Logimat veranstaltet. Durch diese Kompetenz-Plattform weitete die Messe ihr Themengebiet auf Handelsprozesse im Bereich des stationären, interaktiven und Multichannel-Handels aus. Außerdem präsentiert die Sonderausstellung „Alternative Fahrzeuge für die City-Logistik" emissionsarme Fahrzeuge, mit denen die KEP-Dienstleister heute bereits arbeiten. Unter den Exponaten befinden sich diverse Elektro-Lastwagen sowie verschiedene Modelle an Lastenrädern.

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Bei einer solchen Entwicklung ist es nicht verwunderlich, dass der Messeveranstalter Euroexpo sein Führungsteam kürzlich gleich doppelt erweitert hat. Neben dem geschäftsführenden Gesellschafter Christoph Huss sind Dr. Petra Seebauer und Peter Kazander zum 1. Oktober 2015 in die Geschäftsführung eingetreten. Kazander bleibt zusätzlich Messechef der Logimat, die in diesem Jahr vom 8. bis 10. März in Stuttgart stattfindet. Hier belegt die Veranstaltung erstmals in ihrer Geschichte 8 Hallen und damit das komplette Messegelände am Stuttgarter Flughafen, was zu einer Rekordausstellungsfläche von 95.000 m² führt.

Passend zu diesen Zahlen blickt Kazander im Interview mit MM Logistik extrem positiv auf die kommende Veranstaltung und wirft nicht nur einen Blick auf die Trends und Schwerpunkte, die diese 2016 beherrschen werden, sondern auch auf ihre mögliche zukünftige Entwicklung.

Herr Kazander, die Logimat steht in diesem Jahr unter dem Motto „Innovativ agieren – Wandel gestalten“. Wie steht das in Verbindung mit der Intralogistik?

Nun, die Intralogistik befindet sich im Wandel. Automation, die Anforderungen des E-Commerce, die Digitalisierung sowie die Zukunftsprojekte Industrie 4.0 und Internet der Dinge stellen die innerbetrieblichen Logistikprozesse hinsichtlich Vernetzung, Effizienz und Wirtschaftlichkeit vor enorme Herausforderungen. Die von den Ausstellern auf der Logimat vorgestellten Produkte und Lösungsangebote zeigen den Akteuren Wege auf, wie sie ihre intralogistischen Prozesse optimieren, um innovativ handeln und die künftigen Wandel in der Intralogistik einbinden zu können.

Die Messe belegt 2016 erstmals das komplette Stuttgarter Messegelände. Bedeutet das, dass sich die Zahl der Aussteller nochmals erhöht hat oder ist die Größe der Stände gewachsen?

Beides ist der Fall – obwohl der erste Aspekt der gewichtigere ist. Wir verzeichnen bei der Messevorbereitung eine enorme Nachfrage seitens der Aussteller. Gemessen an der Ausstellerzahl ist die Logimat inzwischen die größte und umfangreichste Messe für die Intralogistik. Andererseits sind die Wünsche zahlreicher Aussteller mitunter so weitreichend, dass sie am liebsten eine halbe Halle belegen würden. Tatsächlich müssen wir viele Aussteller bei ihren Wünschen etwas dämpfen. Die Fachbesucher erwarten von der Logimat kompakte Vielfalt und Vergleichsmöglichkeiten. Diesen Anspruch wollen wir weiterhin erfüllen.

Mit insgesamt 95.000 m² Ausstellungsfläche ist die Messe für die Besucher mittlerweile auch schon zu einer logistischen Herausforderung geworden. Bei einer solchen Menge an Ausstellern ist es gar nicht so einfach, den Messetag effizient zu gestalten. Können Sie den Besuchern hierbei behilflich sein?

Ja, diese Hilfestellung fing bereits bei der Hallenplanung im Sommer letzten Jahres an. Trotz erstmaliger Belegung aller acht Hallen auf dem Stuttgarter Messegelände ist und bleibt die Logimat die Messe der kurzen Wege. Dazu trägt einerseits das hervorragend konzipierte Messegelände bei. Andererseits sorgen wir mit der konzentrierten Messeplanung in einem tollen Team bei der Hallenbelegung immer auch für klare Zuordnung nach den jeweiligen Anbieter-Segmenten. Besucher mit Special Interest gelangen auf direktem Wege zu „ihren“ Ausstellern.

Und wie sieht es mit den Besuchern aus, die nicht nach einem speziellen Themengebiet suchen?

Ihnen bietet die Logimat einen kompakten Überblick über die Neuentwicklungen zur Optimierung innerbetrieblicher Prozesse. Glauben Sie mir, nahezu jeder Besucher hat dabei Präferenzen.

Überdies bieten die Öffnungszeiten genügend Spielraum für einen Rundgang durch alle Hallen, die Teilnahme an der einen oder anderen Forumsdiskussion – und Gesprächen mit Ausstellern. Die Logimat ist gleichermaßen Informationsplattform und Arbeitsmesse. Ich streite aber nicht ab, dass wir unseren Besuchern bei der Vielfalt raten, bequeme Schuhe zu tragen.

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