VDMA Forum Intralogistik Branche rechnet nach Spitzenjahr mit schwächerem Geschäftsgang

Redakteur: Volker Unruh

Die Intralogistik-Branche konnte auch im Jahr 29008 weiter zulegen. Die deutschen Anbieter steigerten ihren Umsatz im Vergleich zu 2007 um 9% von auf ein Allzeit-Hoch von 19,4 Mrd. Euro.

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Sie setzen in der Krise auf den Nachwuchs (von links): Peter Günther, Geschäftsführer des Fachverbandes Fördertechnik und Logistiksysteme im VDMA, und Christoph Hahn-Woernle, Sprecher des VDMA-Forums Intralogistik. Bild: Unruh
Sie setzen in der Krise auf den Nachwuchs (von links): Peter Günther, Geschäftsführer des Fachverbandes Fördertechnik und Logistiksysteme im VDMA, und Christoph Hahn-Woernle, Sprecher des VDMA-Forums Intralogistik. Bild: Unruh
( Archiv: Vogel Business Media )

„2008 war ein sehr gutes Jahr für die deutsche Intralogistik-Branche“, sagte Christoph Hahn-Woernle, Sprecher des VDMA-Forums Intralogistik und geschäftsführender Gesellschafter der Viastore Systems GmbH, zu Beginn der Jahres-Pressekonferenz des Fachverbands Fördertechnik und Logistiksysteme im VDMA. Im Zuge dessen wurden mit über 100000 Mitarbeitern 5,5% mehr beschäftigt als noch 2007 – ein enormer Zuwachs für eine Branche, der durchweg mittelständische Unternehmen angehören.

Bedingt durch die Unsicherheiten angesichts der Finanzkrise, rechnen die Intralogistik-Experten des VDMA um Geschäftsführer Peter Günther allerdings 2009 mit Umsatzrückgängen um 8% auf 17,9 Mrd. Euro. Dass es nach einer der größten und andauerndsten Boom-Phasen nun zu einem Abbruch komme, dürfe aber niemanden wundern.

Und Wolfgang Albrecht, Geschäftsführer der PSI Logistics GmbH und Vorsitzender des Vorstands der Forschungsgemeinschaft Intralogistik/Fördertechnik und Logistiksysteme (IFL), sieht die deutsche Wirtschaft immer noch „in jeder Beziehung auf einem hohen Niveau“, die Unternehmen im internationalen Wettbewerb gut aufgestellt. Dies sei nicht zuletzt auf die hervorragende Qualifikation der Mitarbeiter zurückzuführen.

Intralogistiker investieren trotz Krise in den Nachwuchs

Gegen die Krise, so Albrecht, investierten die Unternehmen gegenwärtig in junge Akademiker und Nachwuchskräfte. In diesem Kontext prangerte es Hahn-Woernle als kontraproduktiv an, junge Menschen zu qualifizieren, um sie dann wieder freizusetzen. Sein Rat: Zeiten mit geringer Auslastung durch Kurzarbeit abfedern, um diese Mitarbeiter so lange wie möglich zu halten, denn: „Die Ausbildung junger Menschen ist kein Luxus in guten Zeiten. Die Auszubildenden von heute könnten genau dann qualifiziert sein, wenn die Konjunktur wieder anspringt.“

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