Brexit-Frust Britische Unternehmen leiden durch Brexit-Effekte

Quelle: dpa

Der Brexit ist von knapp über 53 Prozent der Briten befürwortet worden, wenn auch nur rund 73 Prozent abgestimmt haben. Offensichtlich waren es nicht unbedingt Unternehmer, wie sich jetzt zeigt.

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Die Abspaltung Großbritanniens von der EU ist seit über einem Jahr Fakt. Die meisten britischen Unternehmen sind „not amused“, wie man so schön sagt. Das ergab eine aktuelle Umfrage. Hier mehr dazu.
Die Abspaltung Großbritanniens von der EU ist seit über einem Jahr Fakt. Die meisten britischen Unternehmen sind „not amused“, wie man so schön sagt. Das ergab eine aktuelle Umfrage. Hier mehr dazu.
(Bild: P. Salvatore)

Die Mehrheit der britischen Industrieunternehmen sieht sich durch den Brexit belastet. Das jedenfalls offenbare eine Umfrage, die vom Verband Make UK und der Unternehmensberatung PwC an 228 britische Unternehmen gerichtet wurde. Demnach gaben zwei von drei Unternehmen an, dass der Austritt Großbritanniens aus der EU das Geschäft moderat oder signifikant beeinträchtigt. Über die Hälfte der Befragten rechnet auch damit, dass der Brexit noch in diesem Jahr das Geschäft schmälert. Man fürchte etwa neue Importkontrollen und neue Vorgaben für Kennzeichnungen.

Hürden durch den Brexit zu nehmen gehört in der britischen Industrie momentan also (noch) zu den Hauptanstrengungen. Allerdings sehen viele das als vorübergehendes Übel. Denn drei Viertel der Unternehmen gehen davon aus, dass sich die Bedingungen verbessern. Viele glaubten auch an Verbesserungspotenzial, das man durch heimische Produktion ausschöpfen kann.

Eventuell droht ein weiteres Verkehrschaos

Formal hat das Vereinigte Königreich schon zum 31. Januar 2020 die EU verlassen, wie man sich erinnert. Allerdings galt bis zum Jahreswechsel 2020/2021 noch eine Übergangsfrist, in der vorwiegend die gleichen Regeln wie zuvor galten. Vor gut einem Jahr kam es dann zum endgültigen Bruch zwischen der hasenförmigen Insel und dem Rest von Europa. Und zu Beginn des laufenden Jahres gesellten sich auch noch neue Importkontrollen für Produkte aus der EU hinzu. Denn seit dem 1. Januar sind für alle EU-Einfuhren nach Großbritannien vollständige Zollanmeldungen und -kontrollen notwendig. Bisher waren vereinfachte Zollerklärungen ausreichend, teilweise konnten Dokumente nachgereicht werden. Jetzt könnten die Kontrollen ein ähnliches Verkehrschaos auf beiden Seiten der Grenze verursachen, wie vor rund einem Jahr, befürchten einige.

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