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Logistikdienstleister Britisches Militär beauftragt blacklisted Logistiker

| Redakteur: Robert Weber

Viele Soldaten in Afghanistan machen sich auf den Weg in die Heimat. Auch das britische Militär plant den Abzug. Der Logistikdienstleister Agility soll im Auftrag der Briten Land-Rover, Waschmaschinen und Bagger vor Ort verkaufen. Jetzt kam raus: Der Dienstleister steht auf einer schwarzen Liste der US-Armee.

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Abzug: Die britische Regierung beordert ihre Soldaten zurück. Ein Logistikdienstleister soll sich jetzt um den Verkauf der Geräte kümmern. Doch der Partner ist kein Unbekannter.
Abzug: Die britische Regierung beordert ihre Soldaten zurück. Ein Logistikdienstleister soll sich jetzt um den Verkauf der Geräte kümmern. Doch der Partner ist kein Unbekannter.
(Bild: US-Military, Public-Domain, wikipedia.de)

Das Ausschreibungsverfahren sei korrekt abgelaufen und Agility hätte das beste Angebot abgeben, zitiert der britische „Independent“ einen Sprecher aus dem Verteidigungsministerium. Die Aufgabe der Logistiker: Geräte und Ausrüstungsgegenstände, bei denen der Rücktransport zu teuer ist, sollen vor Ort (in der Provinz Helmand) verkauft werden. Waffen und Munition seien ausgeschlossen.

Seit 2009 steht der Dienstleister Agility bei den US-Behörden in der Kritik. Das US-Militär sprach damals von Betrug in Höhe von rund 60 Mio. US-Dollar, heißt es übereinstimmend in mehreren Medienberichten. Deshalb setzte die US-Regierung Agility auf die Excluded Parties List – eine schwarze Liste, die Unternehmen zeitweise von staatlichen Aufträgen ausschließt. Streitpunkt waren damals Nahrungslieferungen an US-Basen. Eine ausführliche Stellungnahme des Logistikdienstleister lesen Sie hier. Die US-Sichtweise können Sie hier nachlesen.

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