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Kombiverkehr Cargobeamer baut Pilotterminal bei VW

Auf dem Gelände des Volkswagen-Werks in Wolfsburg baut Cargobeamer eine Pilotanlage zum Umschlag von Waggons im kombinierten Verkehr. Die Umschlaganlage soll im Frühjahr 2013 in Betrieb genommen werden. Sie ermöglicht die parallele, automatische Verladung aller Arten von Lkw-Sattelaufliegern.

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Mit der Hand am Betonelement (v.l.): Klaus Mohrs (OB Wolfsburg), Reinhard de Vries (VW), Prof. Hans-Jürgen Weidemann (Cargobeamer) und Werner Meier (Fa. Max Bögl).
Mit der Hand am Betonelement (v.l.): Klaus Mohrs (OB Wolfsburg), Reinhard de Vries (VW), Prof. Hans-Jürgen Weidemann (Cargobeamer) und Werner Meier (Fa. Max Bögl).
(Bild: VW)

Täglich versorgen mehr als 1000 Lkw das Volkswagen Werk Wolfsburg mit Material. 98 % dieser Sattelauflieger können bislang nicht auf die Schiene verlagert werden. Cargobeamer ändert dies: Durch das neuartige parallele und automatische Umschlagsystem können alle Lkw-Sattelfauflieger am kombinierten Verkehr Straße/Schiene teilnehmen – und zwar ohne die Verladung durch Kräne. So leistet Cargobeamer einen entscheidenden Beitrag zur Reduzierung des Straßengüterverkehrs.

Zunächst zwölf wöchentliche Rundläufe geplant

Und so funktioniert es: Die Sattelauflieger des Lkw werden in so genannte Waggonaufsätze gefahren. Die Fahrer können die Anlage sofort verlassen, ohne auf den Zug warten zu müssen. Nach Ankunft des Zuges werden die Waggonaufsätze mit den Sattelaufliegern über eine Verschiebetechnik automatisch durch den „Cargobeamer“ auf die Schiene befördert. Dieser Umschlagvorgang dauert lediglich 20 Minuten. Der Schienentransport reduziert im Vergleich zum Lkw den CO2-Ausstoß um bis zu 60 % und den Energieverbrauch um über 70 %.

Ab 2013 werden Cargobeamer und Volkswagen im gemeinsamen Pilotbetrieb zunächst wöchentlich zwölf Rundläufe von Lkw-Sattelaufliegern zwischen Bettembourg (Luxemburg) und Wolfsburg auf der Route nach Barcelona durchführen. Zukünftig soll die Umschlaganlage auch für weitere Routen genutzt werden, insbesondere nach Mittel- und Osteuropa.

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