Logistik-Software

Carl Stahl stellt auf SAP S/4HANA um

| Redakteur: Bernd Maienschein

Im Zuge seiner strategischen Weichenstellung ist Carl Stahl auf SAP S4/HANA umgestiegen.
Im Zuge seiner strategischen Weichenstellung ist Carl Stahl auf SAP S4/HANA umgestiegen. (Bild: All for One Steeb)

Hebetechnik-Spezialist Carl Stahl hat innerhalb von vier Monaten von SAP ERP auf SAP S/4HANA umgestellt – mithilfe von IT-Dienstleister All for One Steeb. Im nächsten Schritt soll die Logistik folgen.

Mit den drei Konzernbereichen Hebetechnik, Architektur und Feinseile sowie Beteiligungen verfügt die Carl Stahl Gruppe heute über 67 Standorte in 19 Ländern und erzielte zuletzt einen Jahresumsatz von 289 Mio. Euro. Für Rechnungswesen, Materialwirtschaft, Produktion, Vertrieb, Qualitätsmanagement, Human Resources und Service arbeiten 650 der insgesamt 1652 Beschäftigten mit SAP ERP, eingeführt und per Application Management betreut von All for One Steeb.

„Unser Geschäft verändert sich deutlich. Taktgeber sind unsere Großkunden. Daher müssen wir unsere Organisation schneller bewegen und etwa unsere Spartenorganisation durchgängig über die legalen Einheiten hinweg abbilden. Gleichzeitig wollen wir maximale Flexibilität und hohe operative Freiheitsgrade schaffen. Jede Einheit soll sich voll und ganz auf ihre Kunden hin ausrichten. Unser Umstieg auf SAP S/4HANA erfolgte daher im Zuge einer strategischen Weichenstellung. Wir wollen klug und mutig mit den Chancen der Digitalisierung umgehen und eine weitere Wachstumsphase einläuten“, erläutert Stefan Aubele, CIO der Carl Stahl Gruppe die Stoßrichtung. Gemeinsam mit All for One Steeb wurde das Migrationsprojekt auf SAP S/4HANA in nur vier Monaten erfolgreich abgeschlossen, wie es heißt. „Wir kennen SAP R/3 seit nunmehr über 15 Jahren und haben den direkten Vergleich. Der Unterschied ist enorm. Alles läuft deutlich schneller und einfacher“, berichtet Aubele.

Erhebliches Potenzial in der Logistik

Bis dato wurde das Finanz- und Rechnungswesen von Carl Stahl auf SAP S/4HANA umgestellt. Im nächsten Schritt folgt die Logistik. Auch hier lauert erhebliches Potenzial. „Unsere Materialbedarfsplanung läuft heute über zehn Stunden. Unsere 200 Servicetechniker generieren rund 1,5 Mio. Info-Objekte pro Jahr. Unsere Produkte sind auf über 30 elektronischen Marktplätzen zu ordern. Auch hier dürfte uns die In-Memory-Technologie in Verbindung mit SAP S/4HANA einen großen Sprung nach vorne bringen“, so Aubele weiter.

Auch das Geschäft zwischen den einzelnen Gesellschaften soll schneller und schlanker ablaufen, wie es heißt. Mit stringent organisierten Intercompany-Abläufen werden Aufträge lediglich einmalig bei der verkaufenden Einheit angelegt und dann nahtlos an die produzierende Einheit durchgereicht, ohne Nacherfassungen. Interne Preisdiskussionen wurden mit festen Intercompany Preisen abgestellt. „Auch für Industrie-4.0-Szenarien sehen wir uns mit S/4HANA gut aufgestellt“, bilanziert Aubele. Beide Unternehmen werden auf dem SAP Summit am 26. und 27. April 2016 in Linz (Österreich) über ihre Projekterfahrungen berichten.

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